Schaalsee : Wiese totgespritzt: Biosphäre überprüft Vorfall

Uwe Grau und seine Frau sind schockiert, dass aus der Wiese vor ihrer Haustür nicht mehr viel geblieben ist.
Uwe Grau und seine Frau sind schockiert, dass aus der Wiese vor ihrer Haustür nicht mehr viel geblieben ist.

Wo ehemals eine grüne Wiese war, ist jetzt nur noch ein braune Fläche.

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09. August 2015, 09:00 Uhr

Wenn Uwe Grau aus seinem Fenster schaut, ist er schockiert. Wo ehemals eine grüne Wiese war, ist jetzt nur noch ein braune Fläche. „Vor einigen Tagen wurde die Fläche gespritzt und dann umgebrochen“, erzählt er. „Das kann doch nicht sein. Das gehört zur Biosphäre.“

Ein Anruf im Biosphärenreservat Schaalsee bringt Klarheit. Das Areal bei Schaddingsdorf gehört zur so genannten Entwicklungszone, erklärt Ulrike Müller vom Biosphärenamt. Ein Biosphärereservat wie der Schaalsee ist in drei Zonen eingeteilt. Das ist die Kernzone, in der jeglicher Eingriff des Menschen verboten ist. Dann die Pflegezone, in der nur unter strengen Auflagen gearbeitet werden darf. Und schließlich die Entwicklungszone wie bei Schaddingsdorf. „Aber auch hier ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht erlaubt“, betont Ulrike Müller.

Über den Vorfall auf dem Grünland wissen die Mitarbeiter des Reservats Bescheid und haben ihn dokumentiert. Der Herbizideinsatz wurde an das zuständige Landespflanzenschutzamt gemeldet. Man sei im Kontakt. Was mit dem Areal passiert, ist unklar. Klar hingegen ist: Eine Nutzungsänderung der Fläche ist nicht erlaubt, sagt Ulrike Müller.

Nun werde geprüft, ob ein Verbotstatbestand erfüllt sei.

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