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Sonderausstellung : Werke von Heisig locken nach Wiligrad

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Dem Kunstverein Wiligrad ist es wieder gelungen, einen großen Namen aus der deutschen Kunstszene auf das aktuelle Jahresprogramm zu setzen. Die 173. Ausstellung heißt ganz einfach nur "Bernhard Heisig".

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erstellt am 25.Apr.2013 | 09:40 Uhr

Wiligrad | Dem Kunstverein Wiligrad ist es wieder gelungen, einen großen Namen aus der deutschen Kunstszene auf das aktuelle Jahresprogramm zu setzen. Die 173. Ausstellung in der Galerie des Schlosses am Schweriner Außensee heißt ganz einfach nur "Bernhard Heisig". Am morgigen Sonnabend um 17 Uhr wird sie eröffnet.

Mit Werken von Bernhard Heisig (1925 - 2011) gestaltet der Kunstverein nun bereits die dritte große Personalausstellung eines der Meister der Leipziger Schule. 2010 stand Wolfgang Mattheuer (1927 - 2004) im Mittelpunkt, im vorigen Jahr war es Werner Tübke (1929 - 2004). Beide Ausstellungen waren beim kunstinteressierten Publikum absolute Renner. Und damit rechnet Detlef Kiehn, Projektleiter beim Kunstverein, auch bei Bernhard Heisig: "Für die Ausstellungseröffnung haben wir schon jetzt sehr viele Anmeldungen."

In der Wiligrader Schau können Kunstfreunde wenig bekannte und selten gezeigte Werke des Malers betrachten und für sich entdecken. Es sind zumeist Zeichnungen und Druckgrafiken mit Heisigs Interpretationen zu literarischen Werken von Goethe, Fontane, Heinrich Mann, Brecht, Böll, Ball und da Ponte. Hinzu kommen fünf großformatige Ölbilder, darunter jeweils ein Porträt von Bertolt Brecht und von Theodor Fontane. Möglich wird diese Exposition dank der Zusammenarbeit des Kunstvereins Wiligrad mit der Galerie Berlin. "Nach unseren erfolgreichen Ausstellungen zu Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke wurden wir von unseren Leipziger Partnern auf die Galerie Berlin und deren Bestand mit Werken von Bernhard Heisig hingewiesen", erzählt Klaus J. Albert, der Vorsitzende des Kunstvereins. Für die Wiligrader ergab sich so die Chance für diese dritte Schau mit dem Schwerpunkt Leipziger Schule. Zugleich wird damit erstmals seit mehr als 40 Jahren wieder eine große Personalausstellung zu Bernhard Heisig in Westmecklenburg zu sehen sein: Zuletzt zeigte das Staatliche Museum in Schwerin 1971 Heisigs Werke in einer Sonderschau.

Bernhard Heisig zählt - wie Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer auch - zu den wichtigsten Repräsentanten der DDR-Kunst. Seine Malerei geht in der Abstraktion aber über den Sozialistischen Realismus hinaus, heben Kunstkritiker hervor. Deshalb erhielten Heisigs Werke weltweit Anerkennung. So ließ sich beispielsweise Helmut Schmidt 1986 von Bernhard Heisig porträtieren - für die Galerie der Bundeskanzler im Bonner Kanzleramt.

In dieser Woche kommen Werke von Bernhard Heisig an die Wände der Wiligrader Schlossgalerie. Bis morgen Abend haben die Mitstreiter im Kunstverein alle Hände voll zu tun, die Lithografien und Ölbilder zu platzieren und ins richtige Licht zu rücken. Pünktlich um 17 Uhr wird morgen die Ausstellung durch Klaus J. Albert vom Kunstverein Wiligrad und Rüdiger Küttner von der Galerie Berlin eröffnet. Geöffnet hat diese danach bis zum 9. Juni - dienstags bis sonnabends jeweils von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Morgen wird es zudem einen Blick voraus geben - auf die darauf folgende Ausstellung auf Schloss Wiligrad. Der "Sommer salon" mit den Sommergästen 2013 wird von der Kulturstiftung Nordwestmecklenburg unterstützt. Der Kunstverein erhält eine Projektförderung. Und die Wiligrader sind nicht die einzigen, die sich über eine Unterstützung durch die Kulturstiftung freuen können. Geld geht auch an den Schönberger Musiksommer, den Poeler Faschingsklub für die Projekt "Konferenz der Tiere", den Groß Eichsener Konzertsommer und das Musiktheater im Park des Kulturgutes Dönkendorf bei Dassow. Ex-Landrat Udo Drefahl von der Kulturstiftung wird insgesamt 4800 Euro an diese fünf Projekte verteilen.

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