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Nordic Yards in Wismar : Werft setzt auf Offshore-Projekte

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Reger Baubetrieb herrscht seit geraumer Zeit wieder am Wismarer Standort von Nordic Yards. Werftmitarbeiter schweißen Teile der künftigen Offshore-Plattform HelWin alpha. Siemens hat eine weitere Plattform bestellt.

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erstellt am 22.Feb.2012 | 09:55 Uhr

Wismar | Reger Baubetrieb herrscht seit geraumer Zeit wieder in der Dockhalle am Wismarer Standort von Nordic Yards. Funken sprühen, grellblaue Lichtbögen flackern unrhythmisch auf. Ein gutes Zeichen für viel Arbeit, zum Beispiel für die Fachleute aus der schweißenden Zunft. Zu denen gehören unter anderem der 32-jährige Enrico Voll und sein drei Jahre älterer Vorarbeiter Dirk Rohleder aus Wismar. So, wie für die insgesamt 945 Werftmitarbeiter an den beiden Standorten in Wismar und Warnemünde, gibt es für sie nichts besseres, als wieder zügig in ihrem Job arbeiten zu können. Begonnen hatte dies bereits mit der Docklegung der ersten vorgefertigten Doppelbodensektion der künftigen Offshore-Plattform HelWin alpha. Deren etwa 250 Tonnen schwere Last wurde während eines feierlichen Aktes am 3. November vorigen Jahres auf die Lagerböcke des Baudocks gesetzt.

Der erste Plattenzuschnitt dafür erfolgte bereits im Mai 2011. Dass dies nichts mit dem herkömmlichen Schiffbau zu tun hat, beweist der Gesamteindruck im gut gefüllten Baudock. Denn dort wächst zudem auch noch eine gigantische Konstruktion aus Rohrelementen in die Höhe. Doch die beiden Fachleute stört das alles nicht. Im Gegenteil, denn sie sehen darin eine neue berufliche Herausforderung, der sie sich gern stellen.

Zunächst galt es, die Riesenrohre als vorgefertigte Elemente per Seetransport aus Rostock anzuliefern. Am Wismarer Standort erfolgte die Komplettierung und das schrittweise aufstellen. Baseframe nennt der Fachmann die später einmal mehr als tausend Tonnen schwere Stahlrohrkonstruktion, die unter und auch noch über dem Nordseewasser den im Herbst 2011 auf Dock gelegten, eigentliche Funktionsplattform tragen soll. Dieser als Top Side bezeichnete Aufbau ist die eigentliche Schalt- und Umspannzentrale eines künftigen Windparks in der östlichen Nordsee. Hier hat inzwischen die technische Ausrüstungsphase begonnen. Schon 2013 soll dann ein Windpark vor Helgoland mit einer Leistung bis zu 576 Megawatt in Betrieb gehen. Bereits noch früher, am 2. Mai 2011 erfolgte am Warnemünder Standort der Brennschnitt für die erste Energieplattform BorWin beta. Inzwischen hat der Auftraggeber Siemens Energy eine noch größere Umformer-Plattform bei Nordic Yards bestellt. Der Baustart für SylWin alpha ist ab Mai dieses Jahres geplant.

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