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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 18:46 Uhr

Gadebusch : Weniger Unfälle im Nordwestkreis

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Polizei Wismar gibt Unfallstatistik bekanntVerstärkte Kontrollen auf den Straßen des Landkreises auch in Zukunft geplant

svz.de von
erstellt am 16.Mai.2015 | 00:00 Uhr

Wer nicht täglich nach Gadebusch fährt, der wird sich umschauen: Denn auf der B 104 zwischen der Münzstadt und Rehna hat sich in den vergangenen Monaten die Beschilderung geändert. Wo vorher 70 Km/h gefahren werden durfte, sind jetzt 50 angesagt. Zudem wurde die 70-Zone von Gadebusch bis nach Möllin ausgeweitet (wir berichteten). Und das Drosseln des Tempos an diesen Stellen hat gute Gründe: Hier liegen sogenannte Unfallschwerpunkte – hier kam es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen, die Leben kosteten.

Auch in einigen für Mecklenburg-Vorpommern so typischen Alleen wurde die Geschwindigkeit gedrosselt und Schutzplanken angebracht. „Hier haben wir richtig Geld in die Hand genommen, um die mittelbare Baumberührung zu verhindern“, sagt Polizeidirektor Dr. Michael Peters. „Denn wer schneller als mit 70 Km/h gegen einen Baum fährt, der hat nur ganz geringe Überlebenschancen. Da hilft auch der Airbag nur sehr eingeschränkt.“

Um Unfälle zu verhindern, setzt die Wismarer Polizei nicht nur auf stationäre Kontrollen durch Blitzer sondern auch auf Überprüfungen durch ihre Beamten. Dabei handle es sich keinesfalls um „Wegelagerei“, wie der Polizei so oft vorgeworfen wird, sondern um eine „qualitativ hochwertige und pädagogisch wertvolle Überprüfung“, macht der Polizeidirektor deutlich. „Wir investieren in die Kontrollen auch in Zukunft deutlich mehr Zeit, in dem Wissen, dass sie nachhaltiger sind als eine stationäre Kontrolle.“ Insgesamt gab es 29  997 Polizeikontrollen im vergangenen Jahr. Bei 11  121 waren Polizeibeamte direkt vor Ort.

Dass die Polizei auf den Straßen des Nordwestkreises in Zukunft auch verstärkt kontrollieren wird, sei ein neuer Schwerpunkt der noch ausgebaut werden soll, erklärt Hauptkommissar Stefan Hentschke. „Wir versuchen die Anzahl der Unfälle mit schwerem Personenschaden zu verringern, indem wir mehr Kontrollsituationen schaffen.“

Und Polizeikontrollen scheinen trotz des Rückgangs der Unfallzahlen immer noch nötig zu sein: Die Polizei Wismar hat gestern die Zahlen zur Verkehrsunfallstatistik für 2014 vorgelegt. Insgesamt wurden im Landkreis Nordwestmecklenburg und der Hansestadt Wismar 4  970 Unfälle registriert. „Das ist das beste Ergebnis seit vielen Jahren“, sagt Dr. Michael Peters. „Erstmals sind die Zahlen unter 5000 gesunken.“ Der Großteil der Unfälle verlief relativ glimpflich: Insgesamt wurden 4411 Unfälle mit Sachschaden verzeichnet. Dennoch sind 751 Verkehrsteilnehmer verunglückt und neun Menschen getötet worden. Zum Vergleich: Im Jahr 1997 musste die Wismarer Polizei noch 54 getötete Verkehrsteilnehmer registrieren.

Das die Zahl der Toten bereits in den vergangenen Jahren abnahm erklärt Dr. Peters wie folgt: „ Es liegt vor allem an der guten Arbeit aller an der Verkehrssicherheit beteiligten Behörden und Institutionen.“ Hinzu kommen verbesserte Sicherheitsmaßnahmen in Autos wie Airbags und Warnsignale wenn der Gurt nicht angelegt ist. Als Ursachen für Unfälle bei denen Menschen schwer verletzt wurden, verzeichnete die Polizei an erster Stelle überhöhte Geschwindigkeit, an zweiter das Missachten der Vorfahrt und an dritter Stelle das Fahren unter Alkoholeinfluss. Und nach diesen Aspekten richtet sie in Zukunft auch ihre Überwachungsmaßnahmen aus.

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