Wismar/Rostock : Weitere Sturmflut in MV - Straßen gesperrt

Straßen sind während der Sturmflut im Stadthafen von Wismar wegen Hochwasser gesperrt.
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Straßen sind während der Sturmflut im Stadthafen von Wismar wegen Hochwasser gesperrt.

Eine Woche nach der teils schweren Sturmflut erwartet MV bereits die zweite Welle. Die Pegel sollen aber nicht so hoch steigen wie beim ersten Mal.

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09. Januar 2019, 09:20 Uhr

An der Ostseeküste im Nordosten wird vielerorts bis Mittwochmittag erneut eine Sturmflut erwartet. Vorhersagen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zufolge ist mit Pegelständen bis zu 1,30 Meter über Normal zu rechnen. So hoch werde das Wasser voraussichtlich aber nur an den westlichen Küstenabschnitten rund um Wismar steigen. In Richtung Osten erwartete das BSH niedrigere Wasserstände, an der polnischen Grenze soll noch knapp ein Meter erreicht werden.

Vor knapp einer Woche hatte die erste Sturmflut des Jahres an den Küsten in MV gewütet und dabei erhebliche Schäden angerichtet.

Die für Mittwoch erwartete Sturmflut hingegegen soll glimpflicher verlaufen. In den frühen Morgenstunden erreichte Wismar laut BSH als erste Stadt einen Pegelstand von einem Meter über Normal.

Ein Transporter steht auf einem von der Sturmflut leicht überschwemmten Parkplatz am Stadthafen von Wismar.
Jens Büttner/dpa

Ein Transporter steht auf einem von der Sturmflut leicht überschwemmten Parkplatz am Stadthafen von Wismar.

In der Hansestadt stehen einer Sprecherin der Stadt zufolge Sandsäcke für Anwohner des Hafens bereit. Autofahrer sind aufgerufen, ihre Fahrzeuge aus dem gefährdeten Bereich zu fahren.

Straßen wegen Hochwasser gesperrt

In der vergangenen Woche waren am Wismarer Hafen bei einem Pegelstand von 1,84 Meter über Normal Straßen überflutet und ein Fußweg unterspült worden. So hoch soll das Wasser diesmal nicht steigen.

In Rostock ist um 9.15 Uhr der Verbindungsweg gesperrt worden. "Das ist immer die erste Stelle", sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Sollte der mittlere Wasserstand über 1,3 Meter steigen, würde auch die Straße Am Strande gesperrt werden.

Am Mühlendamm ist 1,04 Meter über dem mittleren Wasserstand erreicht, in Warnemünde 99 Zentimeter, so Stadtsprecher Ulrich Kunze. In den frühen Morgenstunden gab es gestern noch keine Verkehrsbehinderungen, die auf das Wetter zurückzuführen waren - nur den üblichen Morgenverkehr, bei dem es sich im Verbindungsweg, Richtung Petridamm, Richtung Steintor und an der Deutschen Med wenige Minuten staut.

Sollte die Sturmflut entgegen den Erwartungen höher ausfallen, werde etwa in Rostock ab einem Pegel von 1,30 Meter die Sperrung der tiefliegenden L22 am Stadthafen vorbereitet, sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. Er blickte gelassen auf die zweite Sturmflut des Jahres.

Der Deutsche Wetterdienst warnte fast landesweit vor Sturmböen, die bis in den Mittwochmorgen anhalten können. Lediglich im Südosten sollte es ruhiger zugehen.

Als Sturmflut werden in der Ostsee Pegelstände von einem Meter bis 1,25 Meter bezeichnet. Bis 1,50 Meter handelt es sich um eine mittlere, bis zwei Meter um eine schwere und darüber um eine sehr schwere Sturmflut.

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