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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

14. Dezember 2017 | 01:59 Uhr

Teurer Bau : Weitere 400 000 Euro fürs Theater

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Hansestadt Wismar muss weiteres Geld für Sanierungsprojekt nachschießen

svz.de von
erstellt am 19.Sep.2014 | 23:53 Uhr

Als ein Fass ohne Boden hatten Kritiker die geplante Sanierung des Theaters der Hansestadt Wismar mit der einhergehenden finanziellen Belastung des städtischen Finanzhaushalts seit jeher bezeichnet. Wie recht sie behalten sollten, zeigt sich in diesen Tagen erneut. Denn schon am 25. September soll die Bürgerschaft der Hansestadt Wismar die Erhöhung der Gesamtkosten um 400 000 Euro auf nunmehr insgesamt 5,44 Millionen Euro beschließen.

Als Begründung werden in der Beschlussvorlage unter anderem Ausschreibungsergebnisse aufgeführt, die „dann jedoch größtenteils über den Schätzungen der Planer“ liegen würden. „Zwar bestünde im Rahmen des Vergaberechts die Möglichkeit, Ausschreibungen bei Überschreitung des geschätzten Kostenrahmens für die Leistung aufzuheben und die Ausschreibungen zu wiederholen, doch scheidet diese Möglichkeit aufgrund des festgesetzten Fertigstellungstermins (Eröffnung des Theaters am 3. Dezember 2014) aus“, heißt es in der Vorlage. „Denn eine Wiederholung der Ausschreibungen hätte nicht nur eine Zeitverzögerung von mehreren Monaten zur Folge, sondern es wäre auch ungewiss, ob die Ausschreibungsergebnisse dann wirklich nachhaltig besser werden würden.“

Darüber hinaus hätten statische Mängel in den freigelegten Bauteilen, Zusatzkosten durch die Anschaffung eines Brandschutzvorhangs, die Erneuerung der Löschtechnik sowie das Ersetzen des Bühnenportals nebst Seitengalerien für Mehrkosten gesorgt.

Und jetzt kommt’s: Auf den ersten Blick kommt bei Verabschiedung des Beschlusses auf die Hansestadt Wismar zwar keine Kostenerhöhung zu. Denn diese sollen überplanmäßig aus anderen Konten bereitgestellt werden. 79 000 Euro aus dem Konto Gemeindestraßen, 43 600 aus dem Konto Tarnow-Schule, 134 000 aus dem Konto Rückzahlung Fördermittel, 63 900 aus dem der Wirtschaftsförderung und weitere 79 500 aus dem Konto Städtebaufördermittel. Geld also, dass dann an anderen Enden wieder fehlen dürfte.

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