Gross Molzahn und Dechow : Weiter Ärger mit Müllbergen

Auch in Dechow soll in den kommenden Tagen der Müll vom Frühjahsrputz (9. April) abgefahren werden.
Auch in Dechow soll in den kommenden Tagen der Müll vom Frühjahsrputz (9. April) abgefahren werden.

Landkreis organisiert nach Kritik der Gemeinden die Abfahrt von Containern

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29. April 2017, 04:45 Uhr

Spuren an einem Ort zu hinterlassen, kann durchaus etwas Positives haben. In Groß Molzahn ist die hellgrüne Verfärbung der Rasenfläche aber ein Überbleibsel einer etwas unkoordinierten Frühjahrsputzaktion. Über Wochen standen wie in Groß Molzahn insgesamt 17 übervolle Container in den Dörfern zur Abholung. Das Problem: In einzelnen Gemeinden türmten sich zum Ärger der Gemeinden die Müllberge weiter auf. „Das war abzusehen. Einzelne nutzen die Chance, um ihren Müll zu entsorgen“, sagt Groß Molzahns Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz. Als Gemeindechef und Kreistagsabgeordneter frage er sich wie die vom Landkreis getragenen Entsorgung letztlich abgerechnet werde. Weitere Kritik kommt aus Carlow und Dechow. „Wir haben den Landkreis seit der Frühjahrsputzaktion Anfang April mehrfach darauf hingewiesen“, moniert Rehnas Ordnungsamtsleiter Bernd Karnatz. Funktionierte in den Vorjahren die Abholung reibungslos, blieben die Müllberge in diesen Wochen auch nach dem Einsammeln des Unrates ein Problem.

Fest steht: Für den jährlichen Frühjahrsputz stellen der Landkreis Nordwestmecklenburg und ein beauftragtes Entsorgungsunternehmen die Container bereit. „Das angesprochene Problem beruht bedauerlicherweise auf einem Missverständnis. Die Bestellung der Container für die verschiedenen Frühjahrsputzaktion im Amtsbereich Rehna erfolgte vom Landkreis unter Angabe von Terminen zur Bereitstellung der jeweiligen Container vor Ort, aber ohne Angabe eines Termins zur Abholung“, teilt die Pressestelle des Nordwestkreises mit. Man sei von „Abholung auf Abruf“ ausgegangen. „Die Bürgermeister gingen anscheinend wohl von einer automatischen Abholung aus“, so Kreissprecherin Petra Rappen. Es handelt sich um insgesamt 17 Container unterschiedlicher Größe mit einem Auftragswert von mehr als 4000 Euro.

Die geballte Kritik fruchtete. „Am 24. April wurde auf die Lage aufmerksam gemacht. Wir haben noch am selben Tage die Abholung der Container beauftragt“, so Rappen.

Aus Sicht von Carlow, Groß Molzahn und der Amtsverwaltung Rehna sei man somit dem Wunsch der Kommunen nachgekommen, zu den Feierlichkeiten am 1. Mai die Dorfplätze zu beräumen.

Der Nordwestkreis sieht sich nach eigenen Angaben in der Pflicht „ herrenlose Abfälle zu entsorgen“. Das regelt ein Vertrag mit den Entsorgungsunternehmen. „Im laufenden Jahr ist es das Unternehmen Alba Nord mit Sitz in Schwerin“, so Rappen weiter.  

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