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Kurs in Thandorf : Weidenflechten ist nicht so einfach

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Unter Anleitung von Kerstin Lorenz versuchten sich zehn Kursteilnehmerinnen an diesem mehr als 2000 Jahre alten Handwerk

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 04:45 Uhr

Ganz klar, beim Thema Weidenflechten denken die meisten Menschen sofort an Weidenkörbe. Dabei gibt es darüber hinaus unzählige andere Möglichkeiten, um Weidengeflechte als Nutz- oder Dekorationsobjekte herzustellen. Rundeinfassungen für Kräuterhochbeete, Pflanzgefäße, Füllhörner, Zäune, Rankhilfen – vieles ist möglich. Im Dorfgemeinschaftshaus Thandorf trafen sich zehn Frauen von jung bis junggeblieben, um unter Anleitung von Kerstin Lorenz aus diesem faszinierenden Werkstoff Vogel-Nisthilfen zu flechten.

Und das war gar nicht so einfach. „Weidenflechten liegt nicht jedem. Das ist eine Arbeit, die Fingerfertigkeit und Kraftaufwand erfordert. Gerade für ältere Kursteilnehmer ist das manchmal ganz schön anstrengend. Da können die Finger hinterher schon mächtig schmerzen“, sagt Kerstin Lorenz. Doch wenn es mal irgendwo klemmt und jemand nicht weiterkommt – die 52-jährige Thandorferin bleibt völlig entspannt und zeigt geduldig, wie es geht.

Das Arbeiten mit Weiden hat eine mehr als 2000 Jahre alte Tradition und fasziniert noch heute. Nicht umsonst sind die Kurse der selbstständigen Weidenflechterin gut besucht. In Dorfgemeinschaftshäusern oder in kleineren Runden auch bei den Teilnehmern zu Hause. Rund um Gadebusch, aber auch schon mal im benachbarten Schleswig-Holstein.

Und wie ist das nun mit den eingangs erwähnten Weidenkörben? Kerstin Lorenz: „Also die fertige ich nur selten. Und wenn, dann auf Bestellung. Ich hab’s eher mit Kreativem und Nützlichem für Haus und Garten.“

 

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