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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. Dezember 2017 | 03:27 Uhr

Rehna : Wehren rücken näher zusammen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Feuerwehren im Amt Rehna werden in drei Einsatzgebiete aufgeteilt und werden gemeinsam alarmiert

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2016 | 23:41 Uhr

Stell dir vor, es brennt und keiner geht hin? Um das zu verhindern, gehen die Feuerwehren im Amt Rehna neue Wege.

Die Wehren wurden in drei Bereiche aufgeteilt: Schlagsdorf, Groß Molzahn, Utecht und Rieps. Carlow kooperiert mit Groß Rünz , Demern und Dechow. Noch nicht terminiert ist, wann Rehna, Wedendorfersee und Holdorf die gemeinsame Arbeit aufnehmen.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die Alarmbereitschaft zu erhalten. „Alle Wehren haben am Tag personelle Probleme“, sagt Amtswehrführer Henry Wanzenberg. Praktisch soll es dann so aussehen: Im Ernstfall wird zukünftig nicht mehr nur eine Feuerwehr alarmiert, sondern alle in dem Verbund. „Dafür erarbeiten die Wehren einen gemeinsamen Dienst- und Ausbildungsplan“, sagt Wanzenberg. Alle 14 Tage stehen gemeinsame Übungen an, damit im Fall der Fälle keine Probleme auftreten, weil die Kameraden sich nicht kennen.

Seit einem Jahr wird das neue System in Schlagsdorf schon praktiziert. „Es war vorher Überzeugungsarbeit notwendig“, sagt der Amtswehrführer. „Aber wir wollen ja nirgendwo sparen. Das können wir uns gar nicht leisten.“

Die freiwilligen Feuerwehren leiden unter Personalmangel – besonders am Tag. Gerade die Wehren auf den Dörfern, wie Utecht kämpfen mit der mangelnden Einsatzbereitschaft. Viele Kameraden arbeiten nicht dort, wo sie wohnen. Während der Arbeitszeit stehen sie der Feuerwehr also nicht zur Verfügung. Um dennoch vorbereitet zu sein, wurde im Amt Rehna das neue Konzept erarbeitet.

Ein weiteres Problem ist auch der fehlende Nachwuchs. „Wir haben vier Jugendwehren im Amt“, sagt Wanzenberg. Vor einigen Jahren waren es noch sechs. Kürzlich ging die Utechter Jugendwehr in der Schlagsdorfer auf. Auch das ein Ergebnis der Umstrukturierung. Kopfschmerzen bereitet Wanzenberg auch das Alter vieler Kameraden. „In den nächsten Jahren bekommen wir Probleme.“ Wenn sich aktive Feuerwehrleute in die Rente verabschieden und der Nachwuchs fehlt.

„Wir haben Probleme“, sagt Wanzenberg, „und die bekommen wir nicht in den Griff.“ Deshalb sieht er das Land in der Pflicht zu helfen. Und das nicht nur mit Prämien für eine lange Mitgliedschaft in einer freiwilligen Feuerwehr.

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