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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. August 2017 | 07:46 Uhr

Amtswehrtag : Wasser marsch an der Spaßstation

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Rehna holt Sieg beim Amtswehrtag in Schlagsdorf mit 120 Teilnehmern. Der digitale Funk bleibt eine Herausforderung

Duschen als Disziplin - ganz so hatten sich Anna Gerndt und Tobias Grewe ihren Einsatz an der Spaßstation anlässlich des Amtswehrtages der Feuerwehren im Amt Rehna in Schlagsdorf nicht gedacht. Doch Maximilian Hinz gab alles: Binnen weniger Sekunden füllte er seinen Schöpfeimer, um diesen über einen als Trichter umfunktionierten Warnkegel in einen C-Schlauch zu entleeren. Ein feuchtfröhlicher Spaß, bei dem Schnelligkeit gefragt war, denn letztlich ging es um Punkte, Sieg oder Platzierung.

Der Einsatz des Trios hat sich gelohnt. Nach Jahren auf den hinteren Rängen holte sich die Mannschaft Rehna I den 1. Platz beim Amtsausscheid. „Wird auch Zeit“, so ein sichtlich erfreuter Wehrführer Henry Wanzenberg. Obendrauf gab es sogar noch den 2. Platz für die zweite Mannschaft aus Rehna.

Insgesamt 120 Frauen und Männer beteiligten sich am Wettkampf der Brandschützer. Dabei stand nicht allein der Spaß im Vordergrund. Fachwissen, Sicherheit im Umgang mit der Lösch- und der Funktechnik waren ebenso gefordert, wie Grundlagenarbeit beim Binden eines Rettungsknotens, Halteleinen und Herstellen einer Bockleiter. „Das sind Dinge, die beherrscht werden müssen“, sagt Wanzenberg, der als Amtswehrführer das Kommando auf dem Leistungsvergleich inne hatte.

Dank der Unterstützung der Feuerwehr Schlagsdorf, der Schule und Gemeinde war ausreichend Gelegenheit gegeben, in den Kellerräumen des Schulgebäudes die Atemschutztechnik zu erproben.

Wer das richtige Gespür für den Umgang mit moderner digitaler Kommunikationstechnik hat, der war beim Leistungstest Digitalfunk auf der sicheren Seite.

Reichte vor Monaten noch das Drehen am Kanalwähler und Drücken der Sprechtaste am analogen Funkgerät, müssen sich die Brandschützer aller Altersklassen heute mit unterschiedlichen Funkmodi auskennen. Die richtige Wahl am Gerät ist für die Rettungsarbeit entscheidend. Das verdeutlichte Systembeauftragter Stephan Murr. „Es gibt den DMO als Direktmodus und TMO für Kontakt mit der Leitstelle“, so der Fachmann. Wie all das perfekt funktioniert und im richtigen Moment zur Anwendung kommen muss, demonstrierte er unter anderem der Schlagsdorfer Wehr. Wie Schlagsdorf verfügen alle Wehren längst über die Digitaltechnik. Zum Einsatz gelangt sie allerdings nur am Einsatzort. Direktverbindungen zur koordinierenden Leitstelle nach Schwerin gibt es aufgrund technischer Probleme bislang nicht. Folglich kommen alte und neue Technik zum Einsatz.

Klar im Vorteil sind zumindest jene Einsatzkräfte, die sich mit modernen Handys auskennen. Steffen Wramp, Gruppenführer der Schlagsdorfer Wehr sieht die Digitaltechnik als weitere Herausforderung: „Wir absolvieren alle 14 Tage unsere Ausbildung. Solch ein Tag ist hilfreich. Man muss schon genau hinschauen, wie das digitale Funkgerät eingestellt ist.“ Kommandosprache, inhaltliche Aspekte als auch theoretische Prüfungsfragen rundeten das Prüfungspaket ab. Am Ende platzierten sich Königsfeld auf Rang drei, gefolgt von Schlagsdorf und Carlow. Bei den Jugendwehren holte Schlagsdorf Platz eins, Rehna den zweiten Platz, Dechow Platz drei gefolgt von Carlow. Der kommende Amtswehrtag findet 2015 in der Stadt Rehna statt.


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erstellt am 17.Jun.2014 | 00:00 Uhr

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