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Überschwemmungen in Rehna : Wasser flutet Baustelle und Gärten

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Instandsetzung einer Rehnaer Brücke könnte sich um Wochen verzögern. Schlaflose Nächte für Bewohner der Gletzower Straße

von
erstellt am 10.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Nach zum Teil heftigen Regenfällen ist es in Rehna zu Überschwemmungen gekommen. Betroffen ist der Bereich des Bürgermeistergrabens, der über die Ufer trat. Der Verbindungsweg zur Johannisburg musste daraufhin gesperrt werden. Darüber hinaus bereitete das Hochwasser einem Anwohner der Gletzower Straße schlaflose Nächte. Der Grund: Die Wassermassen stauten sich vor einer Brückenbaustelle an der B104. „Der ganze Garten bis zu meiner Terrasse stand bereits unter Wasser“, sagt Reiner Szymanski der SVZ.

Ein Teil der Böschung hielt dem Wasserdruck nicht stand und brach heraus. „Danach bahnte sich das Wasser seinen Weg“, verdeutlicht Reiner Szymanski. In seiner Not griff er zum Telefonhörer und informierte das Bauunternehmen, das die Bürgermeistergraben-Brücke instandsetzen soll. Wenig später wurde eine Art Schott geöffnet und die fast trocken gelegten Brückenbaustelle geflutet.

Nach Angaben des Straßenbauamtes Schwerin könne es nun zu einer zweiwöchigen Verzögerung kommen. Ursprünglich sollte das 524 000 Euro teure Bauprojekt bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Als eine mögliche Option bezeichnet Hilmar Peters vom Straßenbauamt den Einsatz leistungsstärkerer Pumpen. „Das wird je nachdem, was wirtschaftlich vernünftig ist, entschieden“, so Peters.

Klar ist schon jetzt: Die Baustelle muss entschlammt und wieder trocken gelegt werden. Darüber hinaus muss das Wasser des Bürgermeistergrabens wieder umgeleitet und mit Hilfe von Spezialpumpen und einem Rohrsystem über die Bundesstraße hinweg befördert werden.

Dass der Wasserpegel im Bereich des Bürgermeistergrabens wieder sinkt, dass erhofft sich derzeit auch Michael Jürß. Er wohnt auf der Johannisburg bei Rehna, kann den Verbindungsweg dorthin jedoch nicht nutzen. „35 Zentimeter steht das Wasser hoch. Ein vergleichbares Hochwasser habe ich noch nicht erlebt. Dabei wurde der Weg schon einmal mit einer 20 Zentimeter dicken Schotterschicht aufgefüllt“, sagt Jürß. Seit 1980 lebt er auf der Johannisburg. Um zur Arbeit zu kommen, fährt er derzeit kilometerlange Umwege über Bülow.

 

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