Berufsorientierungs-Camp in Klütz : Was ich einmal werden möchte

Jordan Fleury kann sich durchaus einen Beruf in der Pflege vorstellen.  Fotos: Peter Täufel
Jordan Fleury kann sich durchaus einen Beruf in der Pflege vorstellen. Fotos: Peter Täufel

Berufsorientierungs-Camp lässt Jugendliche in die Arbeitswelt schnuppern. 24 Acht- und Neuntklässler machen beim Angebot mit

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05. August 2016, 21:00 Uhr

Berufsorientierung in einem Feriencamp. Das können diese Sommerferien über Jugendliche der achten und neunten Klassen auf dem Ferienhof Klütz erleben. Jeweils zwei Wochen dauert das, gerade läuft der erste Durchgang. „Dieses Camp ist vor allem für benachteiligte Jugendliche gedacht, die hier ihre Stärken erkennen und entwickeln sollen“, sagt Anne Ebbecke von der Agentur für Arbeit Schwerin, die das Camp gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfond finanziert.

Umgesetzt wird das „Active Summer Camp“, wie es offiziell heißt, vom Bildungszentrum Wismar in zwei Durchgängen. „Wir haben für die jungen Leute vier Berufsfelder im Angebot: Metall- und Holzverarbeitung, Gastronomie und Soziales“, erläutert Martina Tretow, die das Camp leitet. Die 14- bis 15-jährigen Mädchen dürfen sich davon zwei Berufsfelder aussuchen, in die sie dann jeweils drei Tage lang reinschnuppern können.

Jordan Fleury ist einer der neun Jungen und 15 Mädchen, die an diesem ersten Durchgang teilnehmen. Er hat sich zunächst für einen Sozialberuf entschieden – im Seniorenheim „Am Tannenberg“ in Grevesmühlen testet er den Pflegeberuf. „Mir gefällt es sehr gut hier, auch das Camp allgemein. Ich weiß bisher nicht, welchen Beruf ich später machen möchte, deshalb mache ich das“, erklärt der aus Ventschow stammende 14-Jährige seine Motivation. Im Anschluss wird er sich noch in der Gastronomie umschauen und ausprobieren. „Ich bin handwerklich überhaupt nicht begabt“, begründet er seine Auswahl.

„Die Schüler kommen von allen Schulformen, vom Gymnasium bis zur Förderschule. Zu Beginn haben wir eine Potenzialanalyse gemacht, um zu sehen, wo wer welche Stärken hat. Danach hat dann jeder für seine beiden Berufssparten einen Arbeitsvertrag auf Zeit bekommen“, so Martina Tretow.

Doch das Camp besteht nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus zahlreichen Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel Ausflüge zum Kletter- oder Schmetterlingspark. Damit sollen Sozialkompetenz und Teamfähigkeit gefördert werden.

Solche Camps werden auch in Schwerin und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim angeboten. Insgesamt sind es sechs Camps für 144 Teilnehmer.

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