Rehna : Warten auf das schnelle Internet

Diese drei Regionen stehen ganz oben auf der Prioritätenliste für schnelles Internet. Weitere sollen folgen (Stand November 2015). Grafik: LK
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Diese drei Regionen stehen ganz oben auf der Prioritätenliste für schnelles Internet. Weitere sollen folgen (Stand November 2015). Grafik: LK

Förderanträge zur Unterstützung des Breitband-Ausbaus für unterversorgte Regionen sind nach Berlin unterwegs

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29. Januar 2016, 23:06 Uhr

Ab sofort heißt es: Daumen drücken für die Einwohner von Utecht, Thandorf, Schlagsdorf, Groß Molzahn, Rehna, Carlow und Königsfeld sowie Lübstorf, Pokrent, Klein Trebbow, Cramonshagen, Schildetal, Gottesgabe, Zickhusen und Brüsewitz sowie in Dörfern des Amtsbereichs Dorf Mecklenburg/Bad Kleinen. Denn seit gestern sind die Förderanträge zur Unterstützung des Breitbandausbaus in diesen drei Regionen des Nordwestkreises auf dem Weg nach Berlin. Ziel: Schnelles Internet mit einer Versorgung von 50 Megabit pro Sekunde. Und das bis spätestens Ende 2018. Die öffentliche Hand hilft potenziellen privaten Anbietern, schließt deren so genannte Wirtschaftlichkeitslücke, von der Bund und Land bis zu 90 Prozent übernehmen wollen. Auch die Gemeinden müssen mitmachen.

„Gerade ländliche Gebiete sind, was Internet betrifft, völlig unterversorgt“, sagt Erich Reppenhagen. Der 57-Jährige kümmert sich als Breitbandbeauftragter des Landkreises um den sukzessiven Ausbau der Versorgung des Nordwestens mit schnellem Internet. Werden die Anträge der zwei Projektgruppen, in denen die angesprochenen Gemeinden aus den Ämtern Lützow-Lübstorf und Rehna zusammengefasst wurden, positiv beschieden, setzt sich der Zug in Richtung schnelles Internet in Bewegung. Mit einem Vorbescheid rechnet der Landkreis als Antragsteller allerdings frühestens in sechs Wochen. Klappt alles wie erhofft, können im April die Ausschreibungen für potenzielle Interessenten aus der Telekommunikationsbranche die Verwaltungsspitze verlassen.

In einem ersten Interessenbekundungsverfahren haben sogar gleich vier Anbieter für jede der drei Regionen im Nordwesten ihr Interesse bekundet, die weißen Flecken in Sachen Breitbandausbau in der Region zu tilgen.

Nun heißt es abwarten. Oder besser: Gespannt abwarten. Denn, so Landrätin Kerstin Weiss: „Wir brauchen schnelles Internet als Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Denn die erste Frage potenzieller Investoren ist oft die nach dem Internet.“

Oder, wie Erich Reppenhagen es formuliert: „Breitband ist heute so wichtig wie Wasser und Strom.“

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