Utecht : Wakenitzbrücke morgen wieder frei

Wo gestern noch Baufahrzeuge standen, rollt morgen ab 7 Uhr wieder der Verkehr.  Fotos: Michael Schmidt
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Wo gestern noch Baufahrzeuge standen, rollt morgen ab 7 Uhr wieder der Verkehr. Fotos: Michael Schmidt

Aufgrund der guten Witterungsbedingungen gingen die Sanierungsarbeiten schneller voran als ursprünglich geplant

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08. August 2015, 08:00 Uhr

Eine Woche früher als geplant wird die Wakenitzbrücke wieder für den Straßenverkehr freigegeben. Wie Karsten Lubenow vom Kreis Herzogtum Lauenburg gegenüber der SVZ erklärte, könne die Brücke ab dem morgigen Sonntag, 7 Uhr, wieder befahren werden. „Die Firma Holst hat sehr gute Arbeit geleistet. Das gilt nicht nur für die Sanierungsarbeiten, sondern insbesondere auch für die Erstellung des Bauwerkes“, sagte Lübenow.

Dass es dennoch zu einer Brückensperrung kam, lag an Materialschäden. Dabei ging es im Detail um sogenannte Widerlager-Kissen, die unerwartet Risse aufwiesen. Um sie auszutauschen, hob das Unternehmen das Brückenbauwerk in den vergangenen Tagen um mehrere Millimeter an. Zum Einsatz kam dabei hydraulische Spezialtechnik.

„Normalerweise halten solche Widerlager-Kissen problemlos mindestens 25 statt sechs Jahre. Aber hier wurde wahrscheinlich von der Herstellerfirma eine Gummimischung genommen, die nicht UV- und Witterungsbeständig war“, sagte Michael Mitzlaff vom Bauunternehmen Fr. Holst . Da es die Herstellerfirma nicht mehr gibt, musste das Bauunternehmen neue Widerlager auf eigene Kosten herstellen lassen.

Dass die Wakenitzbrücke bereits morgen wieder freigegeben werden kann, bezeichnet der Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, Christoph Mager, als ausgesprochen gute Nachricht. „Diese Brücke ist für die regionale Wirtschaft und Landwirtschaft ein nicht unerheblicher Faktor und hat eine große Bedeutung“, so Mager.

Auch die notwendigen Straßenbauarbeiten auf der östlichen Zufahrt der Brücke sind inzwischen abgeschlossen. Allerdings kann es in der kommenden Woche noch vereinzelt zu Verkehrseinschränkungen kommen, da noch Restarbeiten wie Korrosionsschutzmaßnahmen vorgenommen werden müssen, erklärte Kreis-Sprecher Karsten Steffen.

Die Wakenitzbrücke war für rund zwei Millionen Euro gebaut und 2009 für den Verkehr freigegeben worden. Sie löste eine Holzkonstruktion aus dem Jahre 1926 ab und verbindet Mecklenburg-Vorpommern mit Schleswig-Holstein. Das Bauwerk weist eine Breite von zwölf Metern und eine Länge von 36 Metern auf. Sie hat eine Traglast von 60 Tonnen.

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