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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Dezember 2017 | 10:15 Uhr

Brückenschaden : Wakenitzbrücke droht Sperrung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Pendler, Eltern und Landwirte müssen wieder Umwege in Kauf nehmen. Das 2009 freigegebene Bauwerk weist Schäden auf.

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 00:19 Uhr

Sie ist zwölf Meter breit und 36 Meter lang, verbindet Mecklenburg-Vorpommern mit Schleswig-Holstein: die Wakenitzbrücke bei Utecht. Das für rund zwei Millionen Euro errichtete Bauwerk löste 2009 die marode Holzkonstruktion aus dem Jahre 1926 ab. Jetzt droht auch der Neubau ein Fall für Reparatur-Trupps zu werden – fünf Jahre nach Fertigstellung.

Der Grund sind diverse Schäden. Das bestätigt Karsten Steffen, Sprecher des Kreises Herzogtum Lauenburg, auf SVZ-Anfrage. „Während einer routinemäßigen Brückenprüfung vor Ablauf der Gewährleistungsfrist sind diverse kleinere Schäden festgestellt worden, aber auch größere an den Brückenwiderlagern. Die Ursache ist noch offen“, sagt Steffen. Derzeit erarbeite die Firma, die die Wakenitzbrücke errichtete, ein Sanierungskonzept. Geprüft werden soll auch, in welchem Umfang die Gewährleistung greift.

Sicher ist schon jetzt: Eine Vollsperrung der Wakenitzbrücke ist unausweichlich. Denn das Bauwerk muss angehoben werden. „Wann das sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. In 2014 wird es jedenfalls keine Sperrung geben. Wir wollen die Belastung für Kraftfahrer so gering wie möglich halten“, kündigt Steffen an.

Eine Brückensperrung trifft nicht nur Berufspendler, sondern auch Eltern, deren Schüler in Groß Grönau unterrichtet werden oder dort in Vereinen aktiv sind. Sie alle müssen im Falle einer Sperrung erneut kilometerlange Umwege über Lüdersdorf in Kauf nehmen.

Die Utechterin Claudia Ellmann-Lorenz hofft, dass die Reparatur keine monatelange Vollsperrung nach sich zieht. „Der Zeitpunkt muss daher so gewählt werden, dass die Arbeiten nicht durch naturschutzrechtliche Dinge unterbrochen werden. Es muss also solch ein Zeitpuffer gewählt werden, damit auch mögliche bauliche Terminverzögerungen aufgefangen werden können“, fordert die Utechterin.

Unverzichtbar ist die Wakenitzbrücke auch für den landwirtschaftlichen Verkehr, da viele Bauern aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg als Ausgleich für die Inanspruchnahme von Flächen im Zuge des A-20-Baus mit Ländereien in Nordwestmecklenburg entschädigt wurden.

Die alte Holzbrücke aus dem Jahre 1926 war während der Besatzungszeit und deutschen Teilung bis 1989 gesperrt. Die Wiedereröffnung erfolgte am 12. April 1990.
 

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