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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 03:06 Uhr

Wismar : Wachstum bleibt weiterhin Ziel

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Auf der Jahrespressekonferenz der Sparkasse Wismar berichtet Vorstandsvorsitzender Horst-Dieter Hoffmann über das Geschäftsjahr 2014.

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Obwohl der Vorstand das historisch niedrige Zinsniveau mit Sorge betrachtet, kann die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest alles in allem auf ein gutes Geschäftsjahr 2014 zurückblicken. So konnte die Bilanzsumme um fast 50 Millionen Euro auf 1,136 Milliarden Euro gesteigert werden. Diesen Zuwachs begründete der Vorstandsvorsitzende Horst-Dieter Hoffmann durch die um 39 Millionen Euro gestiegenen Kundeneinlagen. „Darin sehen wir einen deutlichen Vertrauensbeweis in unsere Sparkasse. Unsere Kunden honorieren die gute Beratungsqualität“, zeigt sich Hoffmann erfreut.

Besonders gefragt waren, so die Vertreter des Vorstandes, die Rentenversicherungen. Im Jahr 2014 konnten diese mit einem Beitragsvolumen von insgesamt 20 Millionen Euro vermittelt werden. Das läge aber nicht nur am demographischen Wandel und der steigenden Bedeutung der privaten Altersvorsorge, sondern auch daran, dass sich „viele Kunden noch den bis Ende des Jahres geltenden Garantiezins von 1,75 Prozent gesichert haben“, wie Vorstandsmitglied Manuel Krastel erklärt.

Das momentane Zinsniveau liege bei einer fünfjährigen Bundesanleihe bei null Prozent. Im Zehn-Jahres-Bereich könne sich die Bundesrepublik gegenwärtig zu weniger als 0,5 Prozent Zinsen verschulden. Und mit Blick auf die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank erwartet der Vorstand ein weiter anhaltendes, sehr niedriges Zinsniveau. Doch die Sparkassen würden sich nicht allein auf den Zinsüberschuss verlassen, wie Krastel erklärt. Auch mit Erträgen aus dem Kreditgeschäft, Sichteinlagen und Tageskonten könne man wirtschaften.

Für Sparer wäre es daher sinnvoll, verstärkt auf verschiedene Anlageformen zu setzen, wie Hoffmann verdeutlicht. Wichtig dafür sei auch eine potenzialorientierte Beratung, die auf Basis der Ziele und Risikobereitschaft der Kunden angepasst sei. „Es zeigt sich immer wieder, dass zu viel Liquidität vorgehalten wird, der Bestand in Wertpapieren oder Fonds aber untergewichtet ist“, führt Krastel dazu aus. Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsgebiet und somit auch im Kreis bezeichnet der Vorstand als erfreulich. Insbesondere das Handwerk habe im abgelaufenen Kalenderjahr von der guten Binnennachfrage profitiert. Auch der landwirtschaftliche Sektor und die Tourismuswirtschaft hätten sich überdurchschnittlich entwickelt.

Diese positive wirtschaftliche Entwicklung und das nierige Zinsniveau spiegelten sich auch in der regen Kreditnachfrage wieder, wie der Vorstandsvorsitzende deutlich macht. So vergab die Sparkasse im vergangenen Jahr neue Kredite in Höhe von 68 Millionen Euro. Neben Neuzusagen im gewerblichen Geschäft in Höhe von 31 Millionen Euro, waren aber vor allem private Baufinanzierungen mit einem Volumen von 30 Millionen Euro gefragt. Trotzdem konnte die Rekordmarke von 42 Millionen Euro von 2013 im vergangenen Jahr nicht erreicht werden. Ursache dafür, so Hoffmann, seien „gewisse Sättigungstendenzen des Marktes.“ Trotzdem, so der Vorstandsvorsitzende weiter, wolle man an dem Credo festhalten, keine Kreditgeschäfte außerhalb des Geschäftsgebietes zu pflegen. Auch neue Fusionen sind nicht mehr geplant. „Wir wollen weiterhin eigenständig bleiben“, erklärt Hoffmann dazu. Auch die Risikolage schätzt er als „absolut in Ordnung“ ein.

Derzeit führt die Wismarer Sparkasse mit ihren 18 Geschäftsstellen etwa 360 000 private Girokonten und ist damit in der Region Marktführer bei den Hausbanken. In den Filialen sind 194 Frauen und 74 Männer beschäftigt. „Es gibt tatsächlich nur eine Geschäftsstelle, die von einem Mann geleitet wird. Und die ist in Schönberg,“ so Horst-Dieter Hoffmann. Alle anderen Filialen befänden sich fest in Frauenhand. „Das zeigt, was für eine entscheidende Rolle Frauen bei der Sparkasse spielen.“

 

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