Wismar : Vorbildliche Nachbarschaft

Das Damwild hat weiße Punkten am Rücken. Wenn sie eine Futtertüte rascheln hören, ist das Damwild ganz schnell am Eingang des Streichelgeheges,  Fotos: Sarah Heider
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Das Damwild hat weiße Punkten am Rücken. Wenn sie eine Futtertüte rascheln hören, ist das Damwild ganz schnell am Eingang des Streichelgeheges, Fotos: Sarah Heider

Im Tierpark Wismar teilen sich die Mufflons und das Damwild friedlich das beliebte Streichelgehege

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11. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Der Wismarer Tierpark, der einzige in ganz Nordwestmecklenburg, wird 50. Mit seiner Mischung aus Tier und Abenteuer, Exoten und Haustieren lockte er 2018 insgesamt 137 000 Besucher. Bis zum Jubiläum im Oktober blickt die SVZ nun hinter die Kulissen und in die Gehege. Heute: Damwild und Mufflons.

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Sie genießen ihren Auslauf, aber wenn sie eine Futtertüte rascheln hören, sind die Mufflons und das Damwild ganz schnell am Eingang des Streichelgeheges, das für viele Besucher ein Highlight ist. Wenn sie nicht gerade von einem Besucher gefüttert werden, bleiben die Tiere jedoch oft unter ihren eigenen Artgenossen.

An das Streichelgehege grenzt ein zweites Gehege, in das sich die Tiere zurückziehen können. „Im Sommer, wenn viele Besucher kommen, liegen die Tiere abends erschöpft im benachbarten Gehege und rühren sich nicht mehr“, erzählt Andrea Held. Ansonsten seien die Tiere sehr zahm und können gut mit Kindern umgehen. „Manchmal springen Mufflons aber an den Gästen hoch, wenn sie das Futter rascheln hören“, berichtet die Tierpflegerin. Wer sich nicht ins Streichelgehege hineintraut, kann den Tieren durch Öffnungen im Zaun das Futter reichen.

Die Mufflons kommen ursprünglich von Korsika und haben einige interessante Eigenschaften entwickelt. Ihre Zunge ist blau und sie können eine geringe Menge an giftigen Pflanzen essen, ohne Nachwirkungen zu spüren. Von einigen Besuchern werden die sieben erwachsenen Tiere mit ihren vier Jungtieren für Ziegen gehalten, sie gehören jedoch zu den Wildschafen. Dieses Jahr sind drei Böcke unter den Jungtieren, für die der Tierpark schon Abnehmer gefunden hat.

Damwild wird etwa 20 Jahre alt und kommt in verschiedenen Farbschlägen wie weiß, cremefarben oder fast schwarz vor. Charakteristisch sind die weißen Punkten am Rücken, die die Tiere das ganze Jahr über haben. „Wenn der Damwild Bock in der Brunft ist, klingt das als würde er rülpsen“, verrät Andrea Held. Vor einigen Wochen hat das Tier den Bast, also die Haut über seinem Geweih, abgestreift und lebt deswegen übergangsweise im angrenzenden Gehege, damit er niemanden verletzen kann. Wie schwer so ein Schaufelgeweih ist, können die Besucher selbst feststellen. An der Infotafel neben dem Gehege hängen zwei Geweihe des vorherigen Damwild Bocks.

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