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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 10:35 Uhr

Wismar : Von Riesenvögeln und Rieseneiern

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Im Tierpark Wismar hat die Legelust der Straußenhennen begonnen / Tiere legen bis zu 30 Eier im Jahr

Das Thema Ostern ist inzwischen erledigt, das Eierlegen geht allerdings weiter – insbesondere bei den Tierpark-Großvögeln. „Die drei Straußenhennen sind des allgemein milden Winters schon seit einiger Zeit in Legelaune“, so die Information von Tierparkmitarbeiterin Marina Welsch.

Allerdings hält sich die Legemenge sehr in Grenzen und ist kaum mit dem Fleiß von Haustier-Hühnern zu vergleichen. Die Legesaison der Riesenvögel reicht nur bis zum Sommer und da kommen allenfalls 25 bis 30 Eier pro Tier insgesamt zusammen. Damit bleiben diese Produkte im XXL-Format eher ein rarer und dennoch begehrter Artikel, mit denen der Tierpark auch nicht handeln will und kann. Ein exklusives und seltenes Präsent sind die derzeit dem Sandbett entnommenen Eier dennoch. „Sie sind eine willkommene Gabe für Firmen und Leute, die dem Tierpark was Gutes tun“, heißt es dazu weiter.

Wer also von den Beschenkten versuchen möchte, daraus ein Frühstücksei zu kochen muss allerdings einiges beachten. Allein die Masse macht die von 15 bis 20 unserer üblichen Eier aus. Doch mit nur einigen Kochminuten ist es in diesem Fall nicht getan. Gut eine Stunde sollte man für diese besondere Aktion schon einplanen, hart gekocht sogar noch zehn bis 15 Minuten länger, so die Erfahrungen von Straußeneier-Fachleuten.

Doch dann geht das Problem erst richtig los: Wie bekommt man das Ding auf? Mit dem Messer einfach wie gehabt, Köpfen geht nicht: Es sei denn jemand hat Erfahrung mit einer Machete. Ähnlich verhält es sich mit der Zubereitung, gerührt oder gespiegelt. Da gibt es nur eins: Hämmerchen her und die zwei bis drei Zentimeter dicke Schale über einer großen Schüssel kraftgebremst aufschlagen. Mindestens 15 Minuten sollte man sich bis zum fertigen Gericht dafür Zeit nehmen.

Nicht weniger gefragt sind die leeren Eier, um diese in kreativer Weise zu gestalten.
Bleibt letztendlich noch der von der Natur vorgegebene Hauptzweck, das nachwuchsfördernde Ausbrüten im Sandbettgelege. Dies gelang im Wismarer Tierpark schon einige Male mit Erfolg. Voraussetzung ist jedoch ein entsprechendes Klima mit einer stabil-warmen Wetterlage. Dabei beginnt bei der Straußen-Großfamilie mit drei Hennen und einen Hahn die Arbeitsteilung.

In der Nacht übernimmt er das Brüten, am Tage die Weiblichkeit. Die nimmt es allerdings mit ihren Pflichten nicht immer so genau. Man darf also auf einen hoffentlich warmen Brutsommer mit neuem Nachwuchs gespannt sein.

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