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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 04:29 Uhr

Ausstellung : Von Digedags und Abrafaxen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Rehnaer Schulleiter Eckhard Thun gewährt einen Einblick in seine Comic-Sammlung

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 23:46 Uhr

Mit „Auf der Jagd nach dem Golde“ fing sie an – die Geschichte der Comic-Zeitschrift „Mosaik“ und ihrer Helden, der Digedags. Heft 1 aus dem Jahr 1955, unter eingeschworenen Fans ein kleines Vermögen wert, besitzt Eckard Thun zwar nicht, aber der amtierende Leiter der Rehnaer Regionalschule ist ein begeisterter Digedags-Anhänger und -Sammler. In einer Ausstellung in der Stadtbibliothek im „Deutschen Haus“ will Thun andere Menschen an seiner Freude an den Comic-Abenteuern teilhaben lassen. Eröffnet wird die Schau „Von Digedags und Abrafaxen. Ein Sammler öffnet sein Archiv“ am 6. November um 18 Uhr.

„Schon als Kind habe ich die Digedags geliebt, bin mit ihnen auf spannende Abenteuer in fernen Ländern gegangen“, verrät Eckhard Thun, Jahrgang 1959. „Die Ausgaben 145 bis 229 besitze ich seitdem komplett.“ Viele andere Hefte seien inzwischen dazugekommen, gekauft, getauscht, ersteigert. „Mein ältestes Exemplar stammt aus dem Jahr 1962 – es ist die Nummer 64.“

Bis 1975 reisten die Digedags in den Orient, flogen in den Weltraum oder lernten Amerika kennen – „Orte, die für uns unerreichbar waren“, so Eckhard Thun. Danach wurden Dig, Dag und Digedag, erdacht von dem Zeichner Hannes Hegen, in der Zeitschrift „Mosaik“ von den Abrafaxen abgelöst. Mit ihnen habe er sich zunächst nicht so recht anfreunden können, erzählt Thun. Mittlerweile seien ihm aber auch Abrax, Brabax und Califax ans Herz gewachsen.

Tatsächlich waren es die Abrafaxe, die nun den Anstoß für die Ausstellung gegeben haben. Rehnas Bibliotheksleiterin Rebekka Duge überraschte Eckhard Thun nämlich mit mehreren gebundenen Bänden der Comic-Serie, die sie geschenkt bekommen hatte. „Ich wusste ja, dass sich Herr Thun für die Mosaik-Comics interessiert“, sagt Duge. Bei dieser Gelegenheit sei die Idee für eine kleine Präsentation in der Bibliothek entstanden. „,Mosaik‘ ist die älteste gesamtdeutsche Comic-Zeitschrift und hat viele Freunde“, erklärt die Bibliothekschefin, die auf zahlreiche Besucher hofft.

Zu sehen sein werden im Obergeschoss der Bibliothek nicht nur Zeitschriften und Bücher, sondern auch Poster und Kalender, Figuren und Modelle. „Es gibt auch Filme und CDs mit den Digedags“, berichtet Eckhard Thun. So kehrten Dig, Dag und Digedag, die einst in einer Fata Morgana verschwunden seien, immer wieder aufs Neue in die Öffentlichkeit zurück.

Von den Comic-Helden habe man als Kind auch eine Menge lernen können, über Geschichte zum Beispiel, betont Thun. So hätten die Digedags indirekt auch seine Entscheidung beeinflusst, Geschichte zu studieren und Lehrer zu werden. „Comics regen die Fantasie von Kindern an“, bestätigt Bibliotheksleiterin Duge.

Gezeigt wird die Ausstellung „Von Digedags und Abrafaxen. Ein Sammler öffnet sein Archiv“ bis zum 21. November. Geöffnet ist die Stadtbibliothek in der Gletzower Straße 15 montags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr, dienstags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 17 Uhr.

Übrigens: Die Bibliothek hat auch geöffnet, wenn am Sonnabend, 8. November, der Martensmann kommt.

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