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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. August 2017 | 16:28 Uhr

Rundreise : Von der Radegast zum Schwarzen Meer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Peter Rosenau fährt mit seinem alten Wohnmobil nach Sotschi – und seine Kosakenuniform der Paetrower Männertanzgruppe nimmt er gleich mit

Wenn es bergab geht und der Wind von hinten bläst, dann schafft es das betagte Wohnmobil von Peter Rosenau auf  eine Spitzengeschwindigkeit von 103 Kilometer pro Stunde. Der Hanomag-Henschel-Mercedes hat schon 250 000 Kilometer runter. „Immer noch der erste Motor“, sagt Peter Rosenau. Jetzt kommen wieder mehrere tausend Kilometer dazu, denn der Mann aus Passow-Ausbau macht sich an diesem Wochenende auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi.

Noch dauert es bis zum 7.  Februar, ehe die Winterspiele eröffnet werden, aber für die Reise in den russischen Kurort am Schwarzen Meer will sich der 62-Jährige viel Zeit lassen. Und so ist seine erste Station die Grüne Woche in Berlin. „Dort treffe ich  ,Drehorgel Rolf‘, der mit seinem Trabi auch mit zu den Olympischen fährt“, sagt Rosenau. Weitere Stationen sind Krakau, Rostov am Don und Krasnodar. Dort sind der Nordwestmecklenburger und der Weltenbummler „Drehorgel Rolf“ alias Rolf Becker aus Sachsen-Anhalt zu Gast bei der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, die dort eine Außenstelle betreibt. Die Gäste aus Deutschland werden dann auch Schulen besuchen, in denen Deutsch  gelehrt wird. „Und deshalb nehmen wir auch einen großen Stapel Zeitungen der SVZ mit, die die Kinder im Unterricht lesen können“, sagt Rosenau. Mit nimmt er auch seine rote Kosaken-Uniform, die das Mitglied der Paetrower Männertanzgruppe schon bei diversen Auftritten angezogen hat. 

Die Lust, Spitzensport live zu sehen,  viele Menschen  kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und  die Beziehungen zum Osten zu pflegen – das sind die Beweggründe, die Peter Rosenau auf die rund 3200 Kilometer lange Fahrt gehen lässt.  Olympische Spiele, die hat er schon einmal gesehen. „Sommerspiele 1980 in Moskau, da war ich dabei“,  sagt der Mann aus Passow-Ausbau. Skispringen, diese Wintersportdisziplin interessiert Rosenau besonders. Doch Karten für diese oder eine andere Veranstaltung hat er noch nicht. „Aber ich bin zuversichtlich, dass wir irgendwie welche bekommen werden“, so Rosenau.

Ganz Europa hat Peter Rosenau mit seiner Frau, Freunden oder auch allein schon bereist. Sein Sotschi-Weggefährte,  der Hallenser Rolf Becker, hat es mit seiner Drehorgel und seinem Trabi schon in die ganze Welt gezogen. Ob Rallye Paris-Dakar, Touren durch Asien, Australien oder den Vereinigten Staaten – der 65-jährige „Drehorgel Rolf“ und seine Trabis sind oft auf Achse.    „Ich sehe mich als Botschafter meiner Region“, sagt Becker, der auch schon bei den olympischen Spielen in Peking mit seinem Trabi auftauchte. Doch während das alte Fahrzeug von Peter Rosenau immer noch nicht die Puste ausgegangen ist, hat Becker schon rund 80 Trabis und  mehrere andere Fahrzeuge durchgefahren.

Ob Peter Rosenau und Rolf Becker die ganzen zwei Wochen in Sotschi bleiben werden, das steht noch nicht fest. „Mal schauen, was alles so passiert“, sagt Rosenau.

 

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erstellt am 18.Jan.2014 | 00:15 Uhr

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