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Mit Bestnote bestanden : Von der Münzfee zur Zahnfee

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ann-Christin Abraham schloss ihre Ausbildung zur Zahntechnikerin als bundesweit zweitbeste Nachwuchshandwerkerin ab

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 00:00 Uhr

Doch nicht durchgefallen! Ann-Christin Abraham ging aus ihrer Abschlussprüfung zur Zahntechnikerin und war überzeugt nicht bestanden zu haben. Die von ihr geschaffenen Prothesen und Kronen gefielen ihr einfach nicht. Das sahen ihre Prüfer aber ganz anders. Am Ende war sie in ihrem Bereich die zweitbeste Nachwuchshandwerkerin. Und das bundesweit. „Ich hätte im Leben nicht mit diesem Ergebnis gerechnet“, sagt die ehemalige Gadebuscher Münzfee.

Für ihre Abschlussprüfung hatte sie eine Woche Zeit. Während sie am ersten Tag nur Zeit für die Gipsmodelle fand, ging es dann in den folgenden drei Tagen ans Gießen der Modelle. Am letzten Tag wurde dann schließlich ihre Arbeit bewertet. Die Aufgaben, vor die sie sich in der Prüfung gestellt sah, bestanden aus einer Ober- und Unterkiefer-Totalprothese aus Wachs, einer Goldbrücke mit Keramikverblendung, einer Unterkiefer-Modellgussprothese, einer Teleskopkrone in Gold sowie einer Geschiebekrone.

Bereits bei ihrer Freisprechung im Februar 2013 wurde Ann-Christin Abraham mitgeteilt, dass sie in ihrem Jahrgang mit dem Gesamtergebnis die Innungsbeste von Schleswig-Holstein und Hamburg war. Doch damit fingen die Auszeichnungen erst an. Nach den Sommerprüfungen der Nachwuchshandwerker stand fest, dass es im Jahr 2013 keinen besseren Zahntechniker in Schleswig-Holstein gibt und sie die Landessiegerin geworden ist. Schließlich gab sie ihre Zustimmung an dem bundesweiten Vergleich teilzunehmen. „Ich habe mir nichts dabei gedacht.“ Hier musste sie sich lediglich einem Nachwuchszahntechniker aus Bayern geschlagen geben. Eine Prüfungskommision aus Berlin nahm ihre Ober- und Unterkiefer-Totalprothese genau in Augenschein. Doch auch wenn die Expertenkomission ihrer Arbeit eine gute Wertung gegeben hat, Ann-Christin Abraham selbst ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. „Ich habe halt sehr hohe Ansprüche an mich.“

Die 25-Jährige wohnt noch immer in ihrer Heimatstadt. Jeden Tag fährt sie die 43 Kilometer zu ihrem Ausbildungsbetrieb nach Lübeck. In der Zahntechnik hat sie nach der dreieinhalb-jährigen Ausbildung ihren Traumberuf gefunden.

Auch in ihrer Ausbildungsfirma ist man offensichtlich von ihren Fähigkeiten überzeugt. Bereits bevor die Ergebnisse der Abschlussprüfungen bekannt waren, wurde Ann-Christin Abraham in ein Anstellungsverhältnis übernommen. So kann sie jetzt weiter an Prothesen sowie Kronen arbeiten und Stücke abliefern, die ihren Ansprüchen genügen.

 

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