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Agentur Wismar unterstützt : Von der Aushilfe zur Festanstellung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Jobcenter Nordwestmecklenburg hilft mit dem Förderprogramm „Extra 6000“ Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Bewährtes soll man bekanntlich bewahren. Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen vom Jobcenter Nordwestmecklenburg. Denn dank der erfolgreichen Premiere im Jahr 2014 legen sie nun zum zweiten Mal ein Förderprogramm zur Umwandlung geringfügiger in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse auf. Ein Programm, von dem vor zwei Jahren 69 frühere Mini-Jobber und deren Arbeitgeber profitierten.

Und das geht so: Ab sofort können Arbeitgeber für die Umwandlung geringfügiger in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse – je nach Arbeitszeit – einen einmaligen Zuschuss pro Arbeitnehmer in Höhe von bis zu 6000 Euro bekommen. Bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 15 bis unter 20 Wochenstunden beträgt der Zuschuss 4000 Euro, bei einer Arbeitszeit von 20 bis unter 30 Wochenstunden gibt’s 5000 Euro, ab 30 Wochenstunden beträgt der Zuschuss 6000 Euro. Das Geld wird dem Arbeitgeber in einer Summe unmittelbar nach Beginn des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Was er damit macht, ist ihm überlassen. Was zählt, ist das neue Arbeitsverhältnis.

„Extra 6000“ heißt der Arbeitgeberzuschuss zur Umwandlung des Mini-Jobs in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. „Wir haben zahlreiche Kunden, die sich in den verschiedensten Unternehmen als geringfügig Beschäftigte bis zu 450 Euro im Monat dazuverdienen. Viele dieser Unternehmen haben durchaus Bedarf, die Beschäftigung auszuweiten, doch häufig fehlen dazu die finanziellen Mittel. Unsere Anschubfinanzierung soll somit als Anreiz zur Schaffung eines zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes dienen“, erklärt Martin Greiner.

Eine Idee, die offensichtlich funktioniert. Beispiel Parfümerie Hennings in Wismar: Das traditionsreiche Familienunternehmen stellte während der Laufzeit des vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Programms „Extra 4000“ mit Grit Koschinski eine Parfümerie-Fachverkäuferin fest ein, die dort zuvor als Aushilfe tätig war. Und die Zierowerin ist heute noch im Unternehmen tätig. „Toll, dass das damals geklappt hat. Es ist doch heutzutage so wichtig, eine Arbeit zu haben“, sagt die 45-Jährige. „Damals hatte ich gerade das Geschäft von meiner Mutter übernommen. Ich wollte einiges verändern, brauchte dafür aber auch mehr Personal. Nur ist es mit der Einstellung allein ja nicht getan. Man muss die Angestellten beispielsweise auf Schulungen schicken. Und das kostet viel Geld“, sagt Inhaberin Britt Heinrich. Etwas Besseres als das Förderprogramm hätte ihr somit nicht passieren können. Das Fazit der Drogerie-Chefin: „Ich kann das jedem Unternehmen nur empfehlen. Das Programm hat nur Vorteile.“

Sollte die Arbeitszeit allerdings innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Festanstellung aus Gründen, die der Arbeitgeber zu vertreten hat, wieder reduziert oder das Arbeitsverhältnis sogar ganz aufgelöst werden, ist der Zuschuss ganz oder teilweise zurückzuzahlen. Martin Greiner: „Dann holen wir uns das Geld zurück.“

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