Triathlet aus Groß Molzahn : Vom Fußballer zum Extremsportler

Heiko (l.) und Mario Nikolaus sind begeistert von der Leidenschaft des Groß Molzahners Martin Meißner und unterstützen ihn künftig.
Foto:
Heiko (l.) und Mario Nikolaus sind begeistert von der Leidenschaft des Groß Molzahners Martin Meißner und unterstützen ihn künftig.

Groß Molzahner Martin Meißner will 2017 beim Ironman 70.3 in Dubai starten und lässt sich auch von Verletzung nicht aufhalten

svz.de von
13. März 2016, 09:00 Uhr

Noch vor zweieinhalb Jahren rannte der Groß Molzahner Martin Meißner hin und wieder bei der SG Schlagsdorf dem Fußball hinterher. Disko am Wochenende, Partys mit den Kumpels waren wie bei vielen anderen ganz normal. Doch das änderte sich im Sommer 2013 schlagartig. Heute ist der 30-Jährige begeisterter Triathlet und wurde 2015 schon Vizelandesmeister in der seiner Altersklasse 25 bis 30 Jahre.

„Irgendwann muss man erwachsen werden“, erklärte der jetzt fanatische Extremsportler. Als Freund Che Keller, ebenfalls begeisterter und erfolgreicher Triathlet, ihm sein Fahrrad für eine Proberunde überließ und anschließend eine ganze Urlaubswoche für das Radfahren anstand, hatte Meißner „Blut geleckt“. Täglich standen etliche Kilometer Laufen und Radfahren auf dem Programm. Im Winter wurde die Schwimmhalle zum zweiten Zuhause. Neun Starts bei Du- und Triathlons im Jahr 2015 stehen zu Buche, bis jetzt eine ernüchternde Diagnose die intensiven Vorbereitungen für die neue Saison zunichte machte. „Der Arzt hat einen Kreuzbandriss und einen Knorpelschaden dritten bis vierten Grades festgestellt“, äußerte sich Martin Meißner enttäuscht über die anstehenden Aufgaben.

Dennoch war es den beiden Gadebuscher Bauunternehmern Heiko und Mario Nikolaus wert, den Groß Molzahner finanziell zu unterstützen. „Ich fahre selbst sehr viel Rad und weiß, wie anstrengend es ist. Da ist für so einen Extremsportler wichtig, den Rücken finanziell etwas freier zu haben“, erklärte Heiko Nikolaus. Entstanden sei die Unterstützung während eines Skatabends, sagte Bruder Mario. Doch die neue Ausrüstung muss vorerst im Schrank bleiben, denn am 12. April geht es erst einmal unter das Skalpell.

„Die Physiotherapeuten sagen, dass ich zwei Monate nach der Operation wieder mit Sport anfangen kann. Radfahren wird gehen“, sagte Martin Meißner. Er ärgere sich zutiefst über die Diagnose und müsse nun versuchen, bereits gezahltes Startgeld für Starts in Schweden und auf Rügen entweder wieder zu bekommen und umzubuchen. „Zurück gibt es meistens nichts, aber das Geld kann man häufig auf andere Veranstaltungen umbuchen“, erklärte der Groß Molzahner. So sei der Rügen-Ironman am 11. September sein nächstes großes Ziel. „Allerdings werde er dort nur Radfahren, das Laufen und das Schwimmen übernähme Freund Che Keller, sagte er.

Trotz der starken Verletzung baut der 30-Jährige weiter an seiner Triathlon-Leidenschaft und hat mittlerweile auch Freundin Ann-Christin angesteckt. „Im Februar 2017 wollen wir in Dubai den Ironman 70.3 absolvieren. Das wäre ein fantastisches Erlebnis“, berichtete Martin Meißner. Bis dahin müsse er nicht nur fit werden, sondern auch weiter an seiner Schwimmtechnik feilen. „Schwimmen habe ich erst vor zwei Jahren richtig gelernt. Und als es dann ins Freiwasser ging, habe ich noch einmal viel Lehrgeld bezahlt. Doch von Saison zu Saison werde ich besser“, erzählte der Triathlet. Deshalb wolle so schnellstens wieder fit werden und die Triathlonstrecken dieser Welt unter die Füße nehmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen