Klosterverein Rehna : Volles Programm, solide Finanzen

Der neue Vorstand: Moni Reininghaus, Eva Doßmann und Burkhard Schmidt.
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Der neue Vorstand: Moni Reininghaus, Eva Doßmann und Burkhard Schmidt.

Jahreshauptversammlung des Klostervereins. Es gab viel Zuspruch für die Kulturveranstaltungen des vergangenen Jahres

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10. Februar 2014, 00:00 Uhr

Lebendig. So charakterisierte Vereinsvorsitzende Eva Doßmann das vergangene Geschäftsjahr des Klostervereins Rehna. Der Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate, mit dem sie die Jahreshauptversammlung des Vereins eröffnete, hätte positiver nicht sein können. Regen Zuspruch fanden insbesondere die Kulturveranstaltungen. Die Konzerte von Venus-Brass, den Salon-Philharmonikern Leipzig und der Musical-Sängerin Angelika Milster, die temperamentvolle Performance von Agua Flamenca aus Rostock, das brilliante Theaterstück „Ach wie gut, dass niemand weiss“ waren sehr gut besucht und nicht nur wirtschaftlich ein Erfolg.

„Gleich nach dem gelungenen Konzert von Frau Milster haben wir von der Agentur die Anfrage für das Abschiedskonzert Rene Kollos bekommen“, berichtet Schatzmeister Burkhard Schmidt. Eine Anfrage, auf die man zu Recht stolz ist. Der bekannte Operettensänger wird am 14. Juni im stimmungsvollen Ambiente der Klosterkirche noch einmal vor Publikum die Highlights seines Bühnenlebens präsentieren. „Die Anfragen an uns werden immer hochkarätiger“, so Schmidt, „aber wir wollen uns auch nicht übernehmen.“ Sonst sei der Ruf schnell wieder ruiniert. Schmidt: „In allem wollen wir vor allem eines sein: solide.“

Erfolgreich war auch der Klostermarkt. Rund 10 000 Euro Überschuss wurden durch die Veranstaltung erwirtschaftet. „Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagt Eva Doßmann. Die Veranstaltung spricht sich herum. „Wir bekommen immer mehr Händler-Anfragen“, so die Vereinsvorsitzende, die künftig durch die neu gewählte Vertreterin Moni Reinighaus aus Rehna unterstützt wird.

Im Kloster selbst konnte vergangenes Jahr die Restaurierung weiter vorangetrieben werden. Mit viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder wurde ein Teil des nördlichen Kreuzgang-Flügels renoviert. Dabei war insbesondere die Fachkompetenz von Restaurator Günter Baumgart eine große Hilfe. Jetzt zeigt sich der zuvor als Abstellraum genutzte Kreuzgang-Bereich in neuer alter Schönheit und kann in die Führungen eingebunden werden. In diesem Jahr nun soll der zweite Bauabschnitt fertiggestellt werden. Weitere Investitions-Schwerpunkte werden sein: Arbeiten am Grabgewölbe und Ausbau des Klostergartens sowie die Fertigstellung der Triumphkreuzgruppe. Drei der vier Reproduktionen, deren Original im Landesmuseum Schwerin zu besichtigen ist, sind schon vorhanden, das vierte und letzte Bild wird in diesem Jahr die Gruppe fertigstellen. Ein neues Flyer-Konzept wird künftig für das Kloster werben.

Mehr als 200 Mitglieder zählt der Verein. „Wir können stolz sein auf das, was wir hier bewegen. Ohne uns gäbe es das Kloster in dieser Form nicht.“ Ein gerechtfertigter Motivationsschub für die Mitglieder. Rund 1990 Gäste wurden im vergangenen Jahr betreut, 90 Museumsführungen durchgeführt: Das allein brachte 7500 Euro in die Kasse. Insgesamt wurden 115000 Euro umgesetzt. Damit wurden die Vorgaben übererfüllt, denn budgetiert waren lediglich 111 000 Euro. Am Ende des Geschäftsjahres blieben davon unter dem Strich knapp 11 000 Euro übrig: Perfekte Planung, solider Überschuss. Schmidt: „Über die Jahre entstand durch die Kombination aus Kulturveranstaltungen und Investitionen in die Klosteranlage ein System, das auch Geld in die Kassen bringt.“ Dabei seien sie als Verein sehr beweglich und könnten, wenn nötig, durch Drosselung der Ausgaben sofort eine Konsolidierung der Finanzen bewirken.

Gerade mal 2150 Euro an öffentlichen Zuschüssen werden für Vereinsverwaltung und Kulturveranstaltungen in diesem Jahr eingeplant. Lediglich bei den Personalkosten ist der Staat mit größeren Summen mit von der Partie. Wo immer wir können, so Doßmann, stellen wir Antrag auf Förderung. So bei der Bürgerstiftung der Raiffeisenbank, die als Anerkennung der Bemühungen bereits Gelder avisiert hat.

Inzwischen hat das neue Kloster-Jahr bereits begonnen. Die ersten Gäste haben sich angemeldet, Tourismus-Unternehmen Führungen gebucht, die begehrten Plätze in den Kräuterseminaren sind schon zum Teil vergeben und das erste Konzert findet bereits am kommenden Sonnabend statt.

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