Klein Salitz : Volles Nest bei Familie Storch

Noch schauen die fünf Jungstörche etwas zögerlich über den Nestrand, Doch bereits in etwa vier Wochen werden sie das Nest verlassen. 

Noch schauen die fünf Jungstörche etwas zögerlich über den Nestrand, Doch bereits in etwa vier Wochen werden sie das Nest verlassen. 

Dort wachsen fünf Jungstörche einer Brut auf

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12. Juni 2017, 21:00 Uhr

Im Landkreis Nordwestmecklenburg gibt es dieses Jahr ganze 27 Weißstorch-Brutpaare – noch vor wenigen Jahren waren es mehr als dreieinhalb Mal so viele. Um so bemerkenswerter ist es da, dass in einem Nest gleich fünf Jungstörche auf einmal heranwachsen. „Das ist schon sehr ungewöhnlich, normal sind zwei Jungtiere pro Brutpaar“, erklärt Ulf Bähker, ehrenamtlicher Storchenbetreuer des NABU für den Altkreis Gadebusch und die Schaalseeregion. Er selbst habe das in seiner achtjährigen Tätigkeit in dieser Rolle bisher nicht erlebt, so der Naturschützer.

Das Klein Salitzer Storchennest sitzt auf einem zwölf Meter hohen Betonmast, den die Wemag 2005 als Ersatz für einen Holzmast aufgestellt hat. „So lang ich denken kann, ist hier ein Storchennest. Bevor es auf die Masten montiert wurde, hat es sich auf dem Dach einer mit Stroh gedeckten Scheune befunden“, erzählt Heinrich Tardel. Die Scheune sei dann 1964 abgebrannt, erinnert sich der 79-Jährige, dem Haus und Grundstück gehören. In den vielen Jahren ist es auch das erste Mal, dass ein Paar gleich fünf Eier ausgebrütet hat. „Die waren in diesem Jahr recht zeitig hier. Der eine am 28. und der andere am 30. März. Und zwischen dem 10. und 12. Mai sind die Jungen dann geschlüpft“, berichtet der Rentner.

Die Chance, dass alle fünf Weißstorchküken flügge werden ist in den Augen von Storchenwart Ulf Bähker durchaus wahrscheinlich. „Das richtet sich immer nach dem verfügbaren Angebot an Nahrung. Bisher hatten wir eigentlich ideale Bedingungen.Es hat immer mal wieder geregnet, so dass genügend Feuchtigkeit für die Hauptfuttertiere der Störche, also Würmer, Schnecken und Amphibien wie Frösche vorhanden sind“, schätzt Bähker die Lage ein. Immerhin müssten die Elterntiere für ihre fünf Nachkommen bis zu vier Kilo davon täglich heranschaffen. Bis sich die hungrigen Jungstörche selbst versorgen können, das ist so nach etwa 55 Tagen, verschlingt jedes von ihnen bis zu 39 Kilogramm Futter.

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