Tierwohl in Roggendorf : Volles Haus im Tierheim

John-Luca liebt Katzen.
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John-Luca liebt Katzen.

Der Tierschutzverein Roggendorf hatte in seine Einrichtung zur Tierweihnacht geladen – und die Menschen kamen in Scharen

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27. November 2017, 05:00 Uhr

Mit diesem Andrang hatte keiner der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Roggendorfer Tierheims und des Tierschutzvereins, der diese Einrichtung betreibt, gerechnet: Binnen einer guten Stunde waren die Preise der Tombola – bei der jedes Los gewann – so gut wie abgeräumt. Der Tisch mit den Adventsgestecken und -basteleien sowie selbst gemachten Marmeladen, Likören und Ölen wies zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls erhebliche Lücken auf. Und auch beim Kuchenbufett war es bereits sehr übersichtlich. „Ich glaube, wir müssen das im nächsten Jahr etwas größer fahren“, zieht Vereinsvorsitzende Maike Jessen ein erstes Fazit.

Doch die voradventliche Atmosphäre bildete nur das Drumherum. In erster Linie ging es auch bei dieser Veranstaltung um das Tierwohl. Und so gab es kaum einen Gast, der nicht in irgendeiner Weise Geld für die Versorgung der Vierbeiner da ließ – sei es durch den Kauf der angebotenen Waren, die Teilnahme an der Tombola oder durch das Mitbringen von Sachspenden.

So wie Anja Pantlofsky und Enrico König. Das Paar aus Lübeck brachte eine ganze Transportkiste voll mit Hundefutter und -mäntelchen in die Einrichtung. „Wir haben uns vor zwölf Jahren hier mal einen Hund angeschaut und kennen das Tierheim daher“, erklären beide. Zwar hatten sie seitdem keinen Kontakt mehr hierher, doch nun ist ihr eigener Hund vor einem Monat gestorben. „Wir möchten jetzt noch keinen neuen Hund haben. Aber wir würden gern die Patenschaft für ein Tier hier übernehmen und für seine Kosten aufkommen“, erzählt Anja Pantlofsky von ihren Beweggründen.

Solche Patenschaften oder auch die Inpflegenahme von Tieren ist einer der wichtigsten Bereiche in der Arbeit des Tierheims. „Vor vier Wochen etwa wurde dieser Hund hier völlig verwahrlost von einem Gadebuscher zwangseingezogen“, erzählt Torsten Rosenfels und zeigt das Bild von dem Tier auf seinem Smartphone. Der Spediteur aus Wittenburg, der seit einem Jahr auch Mitglied im Tierschutzverein ist und ehrenamtlich für das Tierheim arbeitet, nahm den Hund mit zu sich nach Hause. Nun päppelt er ihn auf.

Auch Tierheimleiterin Meike Jaworski hatte alle Hände voll zu tun an dem Tag – ein ums andere Mal führte sie die Besuchergruppen durch Katzenhaus und Hundezwingeranlage. „Es gibt gute Gespräche und vielleicht auch bald neue Besitzer für einige unserer Zöglinge“, so die junge Frau. Somit war die Tierweihnacht dieses Jahr ein voller Erfolg.

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