provinzposse : Vitenser wollen einen Dorfanger

Der Name diesesAreals bereitet Kommunalpolitikern Kopfzerbrechen. Jahrelang war dies der Dorfplatz, dann gab es den Beschluss zur „Dorfmitte“. Daraufhin regte sich Widerstand, weil die Vitenser einen Dorfanger haben wollen. Heute Abend könnten sie ihn bekommen.  Fotos: Michael Schmidt
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Der Name diesesAreals bereitet Kommunalpolitikern Kopfzerbrechen. Jahrelang war dies der Dorfplatz, dann gab es den Beschluss zur „Dorfmitte“. Daraufhin regte sich Widerstand, weil die Vitenser einen Dorfanger haben wollen. Heute Abend könnten sie ihn bekommen. Fotos: Michael Schmidt

Ein Umbenennung des Platzes in „Dorfmitte“ kommt für sie nicht in Frage / Bürgermeister kassiert vorherigen Stadtvertreter-Beschluss

svz.de von
02. Dezember 2015, 16:08 Uhr

Nachsitzen heißt es für die Rehnaer Stadtvertreter. Denn sie müssen sich heute erneut mit der Umbenennung einer Straße im Ortsteil Vitense befassen. Ursprünglich hatte die Stadtvertretung im September entschieden, dass der dortige Dorfplatz in Dorfmitte umbenannt wird. Dabei vertrauten sie auf das Wort einer Einwohnerin, wonach die Mehrheit der betroffenen Bürger in Vitense sich für den Namen Dorfmitte ausgesprochen hätte.

Doch das war offenbar nicht der Fall. So stellte sich inzwischen heraus, dass die Befragung in Vitense nicht repräsentativ war und die Anwohner etwas völlig anderes wollten. Demnach plädierten zehn Anwohner für Dorfanger und nur zwei für Dorfmitte. Das ergab eine zweite Umfrage.

Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg zog daraufhin die Notbremse und kassierte den Beschluss, der „auf Grund falscher bzw. missverständlicher Tatsachen gefasst wurde“.

Heute Abend hat die Stadtvertretung nun zum zweiten Mal das Thema Straßenumbenennung auf dem Tisch. Von 19 Uhr an werden sie im Langen Haus voraussichtlich eine so lautende Entscheidung pro Vitenser Mehrheit fassen: Der Dorfplatz, der fälschlicherweise zur Dorfmitte deklariert wurde, heißt künftig Dorfanger.

Für die betroffenen Anwohner bedeutet das: Sie müssen in das Amt nach Rehna und eine Adressänderung in ihrem Personalausweis beantragen. „Das ist natürlich kostenlos“, sagt der Rehnaer Haupt- und Ordnungsamtsleiter Bernd Karnatz. Das Amt informiert darüber hinaus alle Träger öffentlicher Belange über die Straßennamens-Änderung. Dazu zählen beispielsweise die Deutsche Telekom, der Zweckverband Radegast oder der Energieversorger Wemag.

Dass es überhaupt zur Umbennenung von Straßennamen kam, hängt mit der Fusion von Vitense mit Rehna zusammen. Plötzlich existierten gleich zwei Dorfplätze in Rehnaer Ortsteilen, da auch Löwitz einen solchen Straßennamen aufweisen kann. Der Löwitzer Dorfplatz bleibt von einer Umbenennung allerdings verschont.

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