Verdienstnadel : Vier Jahrzehnte am Ball: DFB zeichnet Karl-Heinz Reichert aus

Karl-Heinz Reichert (l.) erhielt die Ehrennadel des Deutschen Fußballbundes (DFB).
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Karl-Heinz Reichert (l.) erhielt die Ehrennadel des Deutschen Fußballbundes (DFB).

Karl-Heinz Reichert ist mit der höchsten Auszeichnung, die der DFB für ehrenamtliches Engagement vergibt, geehrt worden.

svz.de von
01. April 2014, 00:15 Uhr

Mit der höchsten Auszeichnung, die der Deutsche Fußballbund (DFB) für ehrenamtliches Engagement vergibt, wurde der Neu Bauhofer Karl-Heinz Reichert ausgezeichnet. Ein perfekter Anlass für die Auszeichnung war Reicherts 70. Geburtstag. Dieter Setzkorn, Obmann des Landesfußballverbandes M-V (LFV M-V), überreichte dem Jubilar die Verdienstnadel des DFB. Stellvertretend für DFB-Präsident Wolfgang Niersbach übergab Setzkorn die Nadel und die Urkunde für insgesamt mehr als 40 Jahre Einsatz im Schiedsrichtersport, davon viele Jahre für die TSG Gadebusch.

1966 hatte Reichert seine aktive Schiedsrichterlaufbahn in Wittenberge begonnen. Damals stand die erste Prüfung im August an, die Karl-Heinz Reichert von der Kreisklasse bis zur DDR-Liga (1975 bis 1980) Spiele leiten ließ. Als der heute 70-Jährige 1980 seine aktive Laufbahn beendete, blieb er dem Schiedsrichterwesen treu und ließ sich als Beobacher ausbilden. 33 Jahre und somit bis heute, schaute sich der Unparteiische in der Bezirksklasse und Bezirksliga sowie der Landesliga, Verbandsliga und Oberliga (1993 bis 1996) an, um die „Männer in schwarz“ anschließend zu loben oder zu tadeln. „Auf jeden Fall musste ich sie auf richtige und schlechte Entscheidungen aufmerksam machen. Gute Beurteilungen haben dann auch mal dazu geführt, dass der eine oder andere Schiedsrichter später in höheren Ligen pfeifen durfte“, sagte Reichert. Bestes Beispiel dafür ist der heutige FIFA-Schiedsrichter Bastian Dankert (Brüsewitzer SV). Auch ihn beurteilte Reichert in dessen jüngeren Jahren und verhalf ihm zu seiner steilen Karriere. In diesen Tagen leitete der Geschäftsführer des LFV M-V sogar bei einem U17-Turnier in der Türkei sein erstes Länderspiel.

Karl-Heinz Reichert teilte seine Leidenschaft auch noch mit einer anderen Sportart. Nicht nur, dass er 30 Jahre lang im Vorstand der Turn- und Sportgemeinschaft mitarbeitete, auch war er von 1980 bis 2005 aktiver Kegler. „Kegeln ist meine zweite Leidenschaft. Immer wenn ich Zeit hatte, ging es auf die Bahn“, erzählte der Neu Bauhofer. Mittlerweile brachte ihm seine ehrenamtliche Tätigkeit die vom LFV M-V zu vergebenen Ehrennadeln in Bronze, Silber und Bronze, die Verdienstnadel des Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) sowie das DKB-Verdienstabzeichen der BRD in Gold ein.

Mit der Übergabe der Verdienstnadel des DFB am Sonnabend erreichte die Würdigung ihren Höhepunkt. „Ich freue mich natürlich riesig, dass der DFB mir zu meinem 70. Geburtstag diese Überraschung gebracht hat“, so Karl-Heinz Reichert.

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