zur Navigation springen

Tiere beschlagnahmt : Vier Hunde aus Wohnung geholt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Dieses Jahr mussten Haltern schon 77 Tiere weggenommen werden. Auch Katzen, Hühner, Enten, Gänse und ein Pferd gehörten dazu

von
erstellt am 05.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Da blutet Tierfreunden das Herz: In der Gemeinde Königsfeld sind vier Hunde, darunter ein Rottweiler und ein Labrador-Mix, in einer kleinen Wohnung gehalten worden. Der Zustand der Tiere war offenbar derart besorgniserregend, dass das Veterinäramt einschritt. „Die Hunde sind in einem ganz schlechten Zustand gewesen. Sie waren voller Parasiten und Würmer. Sie wiesen teilweise sogar Liegeschwielen auf, weil sie sich nicht genug bewegen konnten“, sagt Annette Herbing vom Tierheim Roggendorf.

In eben diesem Tierheim leben die vier Hunde inzwischen. Und den Mitarbeitern fiel relativ schnell auf, dass die beschlagnahmten Tiere vermutlich keine Hundeleine kannten. „Sie kamen wahrscheinlich nie aus der Wohnung raus. Der Halter soll die Exkremente gar mit einer Schaufel aus dem Fenster geschmissen haben“, sagt Annnette Herbing.

Den vier Hunden geht es inzwischen besser. Sie seien gelehrig, intelligent und aufmerksam. Annette Herbing und ihre Mitstreiter hoffen, dass für die Hunde möglichst schnell ein liebevolles Zuhause gefunden wird.

Das Veterinäramt des Landkreises Nordwestmecklenburg musste in diesem Jahr bereits 77 Tiere beschlagnahmen (19 im Vorjahr). „Es handelte sich hierbei um ein Pferd, Hunde, Katzen, Hühner, Enten und Gänse. Besonders stach hierbei der Fall eines Halters landwirtschaftlicher Nutztiere heraus“, sagt Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen.

Damit gemeint sein könnte ein Fall aus der Gemeinde Pokrent. Dort wurden 14 Katzen, 34 Enten, acht Hähne und acht Gänse herausgeholt. Nach Angaben von Tierschützern lebten sie auf einen „Messi-Hof“. Das Geflügel habe knöcheltief im Dreck gesteckt, erinnert sich ein Tierschützer.

Auch Pferde sind in den vergangenen Jahren Haltern in Nordwestmecklenburg weggenommen worden – zum Beispiel „Prinz“. Das Shetland-Pony lebte einst jahrelang allein im Klützer Winkel auf einer Koppel. „Prinz’“ Hufe glichen denen eines Entenschnabels (siehe kleines Foto).

Schließlich holte das Team des Lottihofs bei Mühlen Eichsen das Shetland-Pony im Jahr 2013 zu sich. Schon beim Einfangen entschieden sich die Tierschützer, „Prinz“ umgehend in eine Tierklinik zu fahren. Die niederschmetternde Nachricht: Der kleine Kerl hatte auch noch schwere Osteoporose (Knochenschwund). Rund zwei Monate später wurde der kleine „Prinz“ erlöst.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen