Gadebusch und Wismar : Verwaltung bietet freies Internet an

„Der schnelle Zugang ins Internet soll für alle Gäste in den Aufenthalts- und Wartebereichen gewährleistet werden“, so Landrätin Kerstin Weiss (Mitte).
„Der schnelle Zugang ins Internet soll für alle Gäste in den Aufenthalts- und Wartebereichen gewährleistet werden“, so Landrätin Kerstin Weiss (Mitte).

Landkreis richtet kostenloses WLAN an den Standorten Grevesmühlen und Wismar ein. Auch das Amt Gadebusch will nachziehen

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07. Juni 2017, 05:00 Uhr

Surfen in der Behörde, das können Besucher ab sofort in den Gebäuden der Kreisverwaltung in Wismar und Grevesmühlen. Denn der Landkreis Nordwestmecklenburg richtete ein kostenloses WLAN ein und will damit einen weiteren Schritt in Richtung mobile Verwaltungskommunikation gehen.

Mit Hilfe dieser kabellosen Netzwerkverbindung können Besucher der Kreisverwaltung mit einem Klick den Online-Service nutzen und innerhalb der ausgeschriebenen Wartezonen auf mobile Daten zugreifen. 14 zusätzliche Zugangs-Punkte wurden dazu insgesamt an den Standorten in Wismar und Grevesmühlen installiert, um die Besucherzonen jeder Etage mit der nötigen Technik zu versorgen. Auch im Wartebereich des Straßenverkehrsamtes in Grevesmühlen können Mobilgerätenutzer sich in das Netzwerk „LK NWM WLAN Gast“ einwählen und kostenfrei durchs Internet surfen.

„Der barrierefreie Ausbau der digitalen Infrastruktur ist eine der zentralen Aufgaben, denen sich der Landkreis stellt. Der schnelle Zugang ins Internet soll für alle Gäste in den Aufenthalts- und Wartebereichen gewährleistet werden, ohne Barrieren und mit einem Klick“, so Landrätin Kerstin Weiss.

Auch auf kommunaler Ebene soll der bürgerfreundliche Service künftig ausgebaut werden. „Wir planen kostenfreies WLAN auch im Gadebuscher Amtsgebäude und an der Museumsanlage, dem touristischen Anlaufpunkt, anzubieten“, sagt Amtsleiter Mathias Jankowski. Dafür notwendig sei allerdings zuvor eine schnellere Datenleitung von mindestens 50 MBit pro Sekunde. Bislang verfügt das Amt über eine 1600er-Datenleitung.

Immerhin: Kostenloses WLAN gibt es bereits seit Jahren in der Stadtbibliothek der Münzstadt. Und dieses Angebot werde von den Besuchern sehr gut genutzt, sagt Bibliotheks-Mitarbeiterin Jenni Schafranski. Ähnliche Erfahrungen sammelt Rebekka Duge von der Rehnaer Bibliothek. Auch dort gibt es seit Jahren einen kostenfreien Zugang, um ins Internet zu gelangen.

Kostenloses Surfen auf dem Land bietet seit ein paar Monaten die Gemeinde Thandorf an. In der Dorfmitte wurde ein Hot-Spot eingerichtet. Das Schild „FREE WiFi“ weist am Gemeinschaftshaus darauf hin, dass hier Einwohner und Gäste die Möglichkeit haben, über das WLAN-Netz kostenfrei ins Internet zu gehen. Möglich wurde das, nachdem der Gesetzgeber die so genannte Störerhaftung abgeschafft hat, nach der der Anbieter des Netzes für eventuellen Missbrauch haftbar gemacht werden konnte.

Das Thandorfer Angebot komme vor allem bei jungen Menschen an, sagt der stellvertretende Bürgermeister Henry Michaelis. So seien erst vor wenigen Tagen Mitglieder einer privaten Feiergesellschaft regelrecht begeistert gewesen, dass sie im Dorfgemeinschaftshaus einen kostenfreien WLAN-Zugang nutzen konnten.

Einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft will nun auch das Amt Lützow-Lübstorf gehen. So ist am Standort Lützow geplant, einen Netzwerkzugang für die Bürgermeister und dessen Stellvertreter einzurichten. Ob dieser Zugang künftig auch für die Bürgerinnen und Bürger freigeschaltet wird, ist noch unklar. Derzeit befindet sich die Verwaltung noch in einer Abstimmungsphase mit dem Datenschutzbeauftragten.

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