Fundsache : Vermisst, gesucht, gefunden

Handy, Geldbörse und Mütze:  Im Amt Rehna und bei der SGS Bus und Reisen hat sich einiges angesammelt.
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Handy, Geldbörse und Mütze: Im Amt Rehna und bei der SGS Bus und Reisen hat sich einiges angesammelt.

Im Fundbüro des Amtes Rehna und bei der SGS Bus und Reisen hat sich im vergangenen Jahr einiges angesammelt

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27. Dezember 2013, 00:15 Uhr

Schlüssel, Mützen und Handys: Im Fundbüro des Amtes Rehna hat sich in diesem Jahr so einiges angesammelt. „Alles was gefunden und hier abgegeben wird, notieren wir in einem Fundbuch“, sagt Roland Mann und zeigt auf ein dickes, rotes Buch. „Wir sind verpflichtet, die Sachen bis zu einem halben Jahr aufzubewahren.“ Käme niemand, um Schlüssel oder Mütze abzuholen, würde das Amt den Finder ansprechen, ob er Interesse an der Fundsache habe, so der Sachbearbeiter des Ordnungs- und Gewerbeamtes. „Und meistens nimmt der Finder es dann auch mit.“ Ist dies nicht der Fall, würden die Sachen in der Regel einem gemeinnützigen Zweck zugeführt. „Aber viel ist in diesem Jahr nicht zusammengekommen, sagt Mann. Lediglich eine Kiste voll „Kleinkram“ lagere derzeit im Amt.

Doch nicht nur leblose Gegenstände werden abgegeben: Auch Hunde und Katzen werden gefunden und müssen untergebracht werden, bis sich ein Herrchen oder Frauchen meldet. „In diesem Jahr wurden bei uns fünf Hunde und eine Katze abgegeben“, erzählt Roland Mann. Die Hunde gingen grundsätzlich an ihre Besitzer zurück, sagt er. Meist sogar sehr schnell. „Die Leute kümmern sich meist intensiv darum, ihr Tier wiederzubekommen.“ Bei Katzen hingegen sei die Vermittlung oft nicht so einfach. In diesem Jahr konnte die Katze jedoch schnell in neue Hände vermittelt werden, freut sich der Mitarbeiter des Amtes. Untergebracht werden die Tiere auf dem Bauhof. „Hier gibt es eine Zwingeranlage, vom Veterinäramt abgenommen. Die Tiere werden mit Futter versorgt und betreut“, erzählt Mann. Die Kosten für die Versorgung müssten die Besitzer übernehmen, wenn sie das Tier abholten.

Vor allem Sportbeutel, Handschuhe, Mützen und auch Jacken ließen Schulkinder im vergangenen Halbjahr in den Bussen der SGS Bus und Reisen Gadebusch liegen, sagt Einsatzleiter Fred Scheel. „Auch eine Schultasche wurde hier vergessen. Aber nach der ersten Stunde rief direkt die Lehrerin an und erkundigte sich ob diese bei uns sei.“ Und das war sie.

Etwa 40 bis 50 Fundsachen haben sich bei der SGS Bus und Reisen in den vergangenen Monaten angesammelt. Meist nehmen die Fahrer die Taschen und Mützen noch ein paar Tage mit auf die Tour und legen sie so hin, dass die Kinder die Dinge sehen können, erzählt Scheel.

„Die Eltern kümmern sich jetzt immer öfter darum, die verlorenen Sachen zurück zu bekommen“, hat der Einsatzleiter des Unternehmens beobachtet. Sammelstelle für Fundsachen ist eine lange Hakenleiste in der Bushalle. „Wer etwas vermisst, kann sich entweder direkt an das Büro wenden oder den Busfahrer fragen“, sagt Scheel. Dann würde nachgeschaut, was die Haken zu bieten haben.

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