Betrug : Vermeintlicher Anwalt wollte Rentnerin abzocken

Ausgetrickst: Rentnerin sollte Geld überweisen. Bankmitarbeiterin stoppt sie.
Ausgetrickst: Rentnerin sollte Geld überweisen. Bankmitarbeiterin stoppt sie.

Die 76-jährige Frau sollte Geld nach Thailand überwiesen / Bankmitarbeiterin vereitelte den Plan

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23. Juli 2014, 21:00 Uhr

Im Landkreis Nordwestmecklenburg hat es einen weiteren versuchten Trickdiebstahl gegeben. In letzter Minute konnte eine Mitarbeiterin der Postbank-Filiale in Wismar den Betrugsversuch verhindern.

Zuvor hatte eine 76-jährige Frau einen Anruf von einem vermeintlichen Anwalt der Rentenversicherung erhalten. Im Gespräch teilte dieser mit, dass die Rente der Frau gekürzt werden sollte. Als Grund wurde ein in der Vergangenheit telefonisch abgeschlossener Gewinnspielvertrag genannt. Um die Kürzung der Rentenbeiträge zu verhindern sollte die Frau bis spätestens 18 Uhr mehrere tausend Euro über die Western Union auf ein privates Konto nach Thailand überweisen. Die 76-Jährige holte zunächst das Geld von einem Sparkonto einer anderen Bank. Als sie das Geld auf der Postbank-Filiale nach Thailand überweisen wollte, machte eine Mitarbeiterin den Überweisungsträger ungültig und nahm das Geld nicht an. Die Mitarbeiterin legte der Frau nahe, zur Polizei zu gehen und eine Anzeige zu erstatten.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizeiinspektion Wismar rät dazu, bei telefonischen Geldforderungen immer misstrauisch zu sein. „Im Zweifelsfall stehen ihnen die Polizeidienststellen immer als Ansprechpartner zur Verfügung“, sagt André Falke von der Polizeinspektion Wismar. Dem Dank der 76-Jährigen an die aufmerksame Mitarbeiterin der Bankfiliale könne sich die Polizeiinspektion Wismar nur anschließen.

Für Aufsehen hatte vor wenigen Tagen ein weiterer Fall in Nordwestmecklenburg gesorgt. Hierbei gaben sich Trickbetrüger nicht als Anwalt, sondern als Kriminalpolizisten aus. Sie hatten in der Wismarer Schillerstraße geklingelt und wollten Spuren nach einem vermeintlichen Einbruch sichern. Im Haus begaben sich die Männer dann getrennt in unterschiedliche Räume und entwendeten dabei eine größere Menge an Bargeld. Anschließend entfernten sich die Männer und kündigten an, später zur Spurensicherung zurückzukommen (SVZ berichtete).

Mit dem Tod Geld verdienen – selbst vor dieser Masche schreckten Trickbetrüger in Nordwestmecklenburg nicht zurück. So gaukelten sie Anfang des Jahres vor allem älteren Menschen vor, ein Erbe mit Gewinn antreten zu können. Ihren wurde schriftlich mitgeteilt, dass ein Testament bereit liegt. Zur Testamentseröffnung müsste aber eine gewissen Summe im Vorfeld überwiesen werden. In einem weiteren Fall hatten Trickbetrüger zudem einer Frau eine Untersuchungshaft angedroht, falls sie nicht mehrere tausend Euro überweisen würde.

Wer misstrauisch wird, sollte umgehend die Polizei informieren. Die Wache des Hauptrevieres in Wismar kann jederzeit unter der Telefonnummer 03841-2030 erreicht werden.

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