zur Navigation springen

Schlagresdorf : Verkehrsunfall mit Nandu: 92-Jährige verletzt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Eine 92-jährige Autofahrerin verletzt sich dabei leicht, das Tier verendet

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 16:30 Uhr

Irgendwann musste es einmal soweit kommen: Bei einem Unfall mit einem Nandu auf der L 01 verletzte sich heute Vormittag eine 92 Jahre alte Fahrerin leicht.

Von Schönberg kommend in Richtung Ratzeburg kam es auf Höhe des Abzweigs Schlagresdorf gegen 10 Uhr zur Kollision mit einem plötzlich auf die Fahrbahn laufenden Nandu. Passanten kümmerten sich um die Unfallbeteiligte und brachten sie zum Arzt. Der nicht mehr fahrbereite Mercedes Benz musste durch einen Abschleppunternehmen geborgen werden. Der Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Das Tier überlebte den Unfall nicht.

Ende der 1990er Jahre waren einige der bis zu eineinhalb Meter großen Vögel einem Züchter in Schleswig-Holstein entkommen. Seither breiten sich die Nandus, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen und das Bundesnaturschutzgesetz fallen, von der Grenzregion am Flüsschen Wakenitz in Richtung Osten aus. Bei einer Zählung Anfang November 2016 waren mehr als 200 Vögel erfasst worden.

Da es sich bei Nandus nicht um sogenanntes Haarwild handelt, könne es sein, dass Kfz-Versicherer Unfallschäden nicht übernehmen, sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Autofahrer sollten sich gegebenenfalls noch einmal informieren, ob ihr Versicherer Unfälle mit Tieren aller Art übernimmt oder nur mit Haarwild. Zum Haarwild gehören laut GDV unter anderem Rehe, Wildschweine, Hirsche und Füchse.

Von Freitag bis Montagvormittag ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Wismar 14 weitere Unfälle, die im Zusammenhang mit Tieren auf der Fahrbahn verursacht wurden. Während es in Metelsdorf gleich zweifach wegen Hasen krachte, liefen in Bobitz, Dassow, Kirchstück und Dreveskirchen Wildschweine, Füchse und Rehe auf die Fahrbahn. Fahrzeugführer konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die Unfälle ereigneten sich vermehrt während der Dunkelheit. Fahrer sollten daher insbesondere während der Dämmerung und der Dunkelheit besonders vorsichtig fahren.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen