Jugendfotokurs Wismar : Verborgene Kirchenschätze

Teilnehmer eines Jugendfotokurses stellen ab 4. Dezember im Wismarer Stadtarchiv aus.
Teilnehmer eines Jugendfotokurses stellen ab 4. Dezember im Wismarer Stadtarchiv aus.

Teilnehmer eines Jugendfotokurses entdecken Wismarer Gotteshäuser

svz.de von
22. November 2018, 10:53 Uhr

Überraschendes entdeckten die Teilnehmer des Jugendfotokurses der Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV. „Wir haben Motive gesucht und Kirchenschätze gefunden“, sagt Carl Christophel. Der 14-Jährige ist überwältigt von den Entdeckungen, die er gemeinsam mit den anderen Kursteilnehmern beim Erforschen Wismarer Kirchen gemacht hat. Eine Ausstellung im Wismarer Stadtarchiv widmet sich den dabei entstandenen Fotos.

„Wir haben immer wieder Neues in den Kirchen entdeckt“, beschreibt es der gleichaltrige Malte Schröder. „Und wir haben durch die Kamera Dinge mit anderen Augen gesehen“, erzählt Sarah Lück (16). Gemeinsam mit ihrer Kursleiterin Nicole Hollatz zeigen die Teilnehmer ihre ganz persönlichen Kirchenschätze. Über ein halbes Jahr lang waren sie immer wieder in den Kirchen Wismars unterwegs, haben mit Kamera und Stativ versucht das sichtbar zu machen, was das Besondere der Gebäude ausmacht. Keine Postkartenmotive, keine Bilder für einen Reiseführer, sondern der ganz eigene Blick der jungen Künstler auf die Kirchen der Stadt.

Carl Christophel: „Ich war schon oft in den Kirchen, aber bei dem Fotoprojekt habe ich Dinge gesehen, die ich so noch nie entdeckt habe.“ Beispielsweise die Tür voller Spinnweben im Hof der Heilig-Geist-Kirche. In seinem Bild greift eine geisterhafte Hand nach dem Türgriff, wie das vielleicht tausende Menschen in den vergangenen Jahrhunderten gemacht haben. „Ich hatte die Aufgabe, den Verfall zu zeigen. Die Tür mit dem Herz in der Mitte und den Spinnweben reizte mich gleich, aber ich dachte, da fehlt was. Ich dachte, ich belichte mal länger und frag Sarah, ob sie nach dem Türgriff greifen kann. Ich habe eine fünftel Sekunde belichtet, so dass die Hand ganz geisterhaft aussieht“, erzählt der Gymnasiast.

Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, den 4. Dezember, um 19 Uhr im Stadtarchiv Wismar. Die Wismarer Kirchenschätze stellen aus: Sarah Lück, Malte Schröder, Carl Christophel, Max Peters und Nicole Hollatz. Der Besuchereingang des Stadtarchivs befindet sich in der Gerberstraße 9a (Tordurchfahrt). Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2019 zu den Öffnungszeiten des Stadtarchivs jeweils dienstags und mittwochs von 9 bis 15.30 Uhr und donnerstags von 9 bis 17.30 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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