Vatertags-Ausflug endet für Piloten auf einem Maisfeld

Nach der Notlandung wurde der Segelflieger in einen Anhänger geschoben.
1 von 4
Nach der Notlandung wurde der Segelflieger in einen Anhänger geschoben.

von
18. Mai 2012, 08:15 Uhr

Hindenberg/Grevesmühlen | Wenige Tage nach einer Notlandung bei Hindenberg musste sich ein Segelflieger erneut unfreiwillig einen Landeplatz im Landkreis Nordwestmecklenburg suchen. Dieses Mal erwischte es Ullrich Schwarz aus Schleswig-Holstein. Er war am Herrentag gegen 11 Uhr in Wahlstedt bei Bad Segeberg gestartet. Danach führte ihn sein buchstäblicher Ausflug nach Husum an die Nordsee und von dort nach Neubrandenburg. Schließlich flog Schwarz am späten Nachmittag wieder zurück nach Schleswig-Holstein. "Plötzlich war aber keine Sonne mehr zu sehen, sondern nur noch eine riesige Wolke. Es gab keine Thermik und dann war Schluss", sagte Schwarz am Donnerstagabend.

Als Notlandeplatz suchte sich der erfahrene Segelflieger ein Maisfeld in der Nähe eines Grevesmühlener Wohngebietes aus. Das Feld sei dafür perfekt gewesen, lang und breit genug, frei von Hindernissen, Schächten und Masten - und nicht weit entfernt von einem Ort.

Ohne Schäden und ohne Verletzung gelang Schwarz die Notlandandung mit seinem etwa 150 000 Euro teuren "Nimbus" (Neupreis) mit einer Flügelspanne von 26 Metern. Dabei hatte er auch darauf geachtet, dass er in Längsrichtung der Ackerfurchen landete. Erfahrung als Segelflieger hat der Schleswig-Holsteiner schließlich zur Genüge gesammelt. Seit 35 Jahren ist er als Segelflieger aktiv.

Dass Notlandungen nicht immer so glimpflich enden, zeigt der Absturz eines Segelflugzeugs im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Dabei wurde am Donnerstagmittag ein 76-jähriger Pilot schwer verletzt.

Ein weiteres Segelflugzeug war bereits am vergangenen Wochenende bei Hindenberg (Kreis Nordwestmecklenburg) notgelandet. Der Pilot blieb unverletzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen