Schulweg in Nienmark : Vater warnt vor Gefahren für Kinder

Rund 100 Meter vor der Bushaltestelle wird die Höchstgeschwindigkeit von 60 wieder auf 80 km/h erhöht. Ein Unding, findet der Nienmarker Dirk Lübbe.
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Rund 100 Meter vor der Bushaltestelle wird die Höchstgeschwindigkeit von 60 wieder auf 80 km/h erhöht. Ein Unding, findet der Nienmarker Dirk Lübbe.

Nienmarker fordert nach Schulwegunfall Ausweitung des Tempo-60-Bereichs

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31. März 2016, 05:00 Uhr

Auch zweieinhalb Monate nach einem Schulwegunfall in Nienmark gibt es Kritik am Vorgehen von Behörden. Zwar handelten sie und drosselten das zulässige Tempo für Kraftfahrer, doch Einwohnern des Ortes geht diese Lösung nicht weit genug. Sie fordern einen Tempo-60-Bereich, der die Nienmarker Bushaltestelle mit einschließt. Momentan endet dieser rund 100 Meter davor. Kraftfahrer können also nach einer Bergkuppe wieder aufs Gaspedal treten und statt mit 60 km/h mit Tempo 80 an der Haltestelle vorbei fahren.

Wer von Schwerin nach Mühlen Eichsen will, kommt an der Haltestelle Nienmark vorbei. Dort gilt derzeit Tempo 80.                     Karte: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Foto: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Wer von Schwerin nach Mühlen Eichsen will, kommt an der Haltestelle Nienmark vorbei. Dort gilt derzeit Tempo 80.
 

Der Nienmarker Dirk Lübbe lobt zwar, dass nach dem Verkehrsunfall, bei dem eine 18-jährige Berufsschülerin schwer verletzt wurde, etwas geschehen sei. Zufrieden ist er mit der jetzigen Ausschilderung allerdings nicht. „Sinnvoll und wohl für jeden Nienmarker nachvollziehbar wäre es gewesen, wenn erst nach der Bushaltestelle Tempo 80 erlaubt wäre. Dadurch wäre die Sicherheit für Kinder, aber auch für Senioren sowie Leute, die mit Kinderwagen unterwegs sind, deutlich erhöht worden. Denn alle, die mit dem Bus nach Schwerin wollen, müssen zunächst diese viel befahrene Landesstraße überqueren“, sagt Dirk Lübbe. Der 48-jährige Nienmarker ist Vater dreier Kinder und hofft, dass Behörden seine Hinweise ernst nehmen. „Das 80er-Schild bräuchte doch nur um rund 100 Meter versetzt werden, dann könnte man von einer wirklich guten Lösung für Nienmark sprechen“, so Dirk Lübbe.

Dass der Nienmarker mit seiner Meinung nicht allein da steht, hat er in den vergangenen Wochen mehrfach mitbekommen. „Einwohner der Gemeinde Cramonshagen würden bei einer Unterschriftensammlung mitmachen, wenn diese notwendig wäre. Sogar der Bürgermeister unserer Nachbargemeinde Alt Meteln hatte mich angesprochen und seine Unterstützung angeboten“, sagt Dirk Lübbe.

Dass Behörden in dem kleinen Ort handeln können, haben sie schon einmal bewiesen. So bleibt einem Kind auf dem Weg zum Schulbus der Gang durch einen Straßengraben inzwischen erspart – dank eines aufgeschütteten Mini-Damms. „Es gibt also auch etwas zu loben“, macht Dirk Lübbe klar. Er spricht in diesem Fall von einem Teilerfolg.

Landrätin sichert erneute Prüfung zu

Dass aus diesem Teilerfolg eine zufriedenstellende Lösung für die Nienmarker wird, scheint inzwischen im Bereich des Möglichen zu liegen. So sichert Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss den Nienmarkern eine erneute Prüfung der Ausschilderung zu. Die Verwaltungschefin hatte sich gestern spontan ein Bild vor Ort gemacht, nachdem die SVZ sie auf die Situation in Nienmark hingewiesen hat.

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