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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. August 2017 | 19:34 Uhr

Rehna : Vandalen zerstörten Toilettenhaus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stadt Rehna klagt über Sachbeschädigung: WC-Haus und Lampen an Steganlage schlagen mit 12 500 Euro zu Buche

Ausgebrannt, Türen herausgerissen und stillgelegt – die Toilettenhäuschen in der Stadt Rehna sind erneut das Ziel von Randalierern, vermutlich Jugendliche aus dem Stadtgebiet, geworden. Der jüngste Anschlag erfolgte am Wochenende vom 11. und 12. Januar. „Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf rund 10 000 Euro, da der Technikraum zerstört wurde“, sagt Martin Kalugin, Mitarbeiter des Ordnungsamtes Rehna.

Wer in der Kleinstadt nun seine Notdurft verrichten will, dem bleibt nur das Buschwerk im Stadtgebiet oder Durchhaltevermögen. Klingt hart, aber die Besucher der Kleinstadt haben sich bereits an die Realität gewöhnen müssen.

Ob und wie sich die Situation entschärfen lässt, das vermag der Ordnungsamtsmitarbeiter nicht zu sagen. Kopfschüttelnd protokolliert er die unterschiedlichsten Vorfälle in der Stadt, reicht die Unterlagen an die zuständigen Gremien weiter. Nur, dass das jüngste Ereignis in der Friedrich-Dreyer-Straße längst kein Dummejungenstreich mehr ist. Konkrete Hinweise auf die Tätergruppe gibt es allerdings nicht. Bekannt ist lediglich, dass die benachbarte Bushaltestelle ein ständiger Treffpunkt von Jugendlichen ist.

Zumindest lässt sich an Hand der Spuren das Szenario teilweise rekonstruieren. Somit scheint sicher, dass in einem Behälter ein Feuer mit unterschiedlichen Stoffen entfacht wurde, vermutlich mit Feuerwerkskörpern. Aufgrund der Nähe zu einem Lüftungsschacht griffen anschließend die Flammen auf den Technikraum über, füllten Rauchschwaden den Mitteltrakt. Gegen 0.20 Uhr am 11. Januar wurde die Feuerwehr alarmiert. Nach dem Einsatz sind nur verrußte Wände, zerstörte Regeltechnik und eine herausgerissene Tür geblieben. Die musste die Feuerwehr mit Hilfe einer Flex öffnen, da ein reines Verschließen bereits in den Monaten zuvor nicht mehr für die Absicherung reichte. Zwischen 500 und 1000 Euro habe Rehna jährlich für die Beseitigung von Vandalismusschäden allein für das Mitte der 1990er-Jahre gebaute Toilettenhaus aufgebracht, so Kalugin.

Jüngste Investition waren Metallbügel als Türsicherung. Grund: „Toilettenbenutzer“ machten sich vermutlich einen Spaß daraus, die schweren Metalltüren durch Druck gegen die Außenwand auszuhebeln. Heinrich Teegen, Vorsitzender des Bau- und Ordnungsausschusses kennt die Situation: „Wenn es nach mir gehen würde, dann könnte man das Haus abreißen. Aber wir müssen erst einmal abwarten, was die Auflistung der Schäden bringt.“ Weiteres Geld zu investieren, sei nicht angebracht.

„Allein die fortlaufende Instandsetzung der Beleuchtung an der Steganlage verschlinge Unsummen“, meint der Stadtvertreter. Nach Auflistung des Ordnungsamtes wurden allein in 2013 rund 2500 Euro in die Beleuchtung investiert. Grund: Immer wieder werden die Aluminiumdruckgußlampen zertreten. Selbst der Einsatz eines Kontrolleurs inklusive Hundebegleitung, habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht, meint Teegen. „Es ist leider so, dass in unserem Land anscheinend die Verbrecher Recht bekommen und wir kaum eine Handhabe zur Durchsetzung von Ordnung und Sicherheit haben.“ Womöglich sei bei der Erziehung des Nachwuchses etwas schief gegangen oder „die Leute können mit ihrer Freiheit nicht wirklich umgehen“, meint Teegen.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 00:00 Uhr

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