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Zerstörung in Gadebusch : Vandalen wüten in Münzstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kriminalpolizei ermittelt nach Zeugenhinweisen gegen die mutmaßlichen Täter.

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Nächtlicher Vandalismus in der Münzstadt: Mehrere Täter haben in der Nacht vom vergangenen Sonnabend an der Roggendorfer Straße unter anderem fünf junge Linden geköpft. Die Stadt Gadebusch hat Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet, die Kriminalpolizei ermittelt nach konkreten Zeugenhinweisen gegen die mutmaßlichen Täter.

„Ich war gerade bei der Kripo und habe Anzeige erstattet“, sagt Christoph Entelmann. Dabei ist der Sachbearbeiter für Ordnung und Sicherheit in der Gadebuscher Stadtverwaltung guter Dinge, dass die Urheber der nächtlichen Verwüstungsorgie gefasst werden können. Denn es gibt gleich mehrere Zeugen, die die Vorfälle beobachtet und die Vandalen erkannt haben. Allein für die Arbeiten zum Ersetzen der fünf geschändeten Linden, die gemeinsam mit sieben weiteren Bäumen erst im Frühjahr im Rahmen der Straßenerneuerung gepflanzt worden waren, veranschlagt Entelmann eine Summe von zirka 5500 Euro.

Doch selbst nach dem Köpfen der Linden hatten die nach Zeugenaussagen „Halbstarken“ noch nicht genug. In der Jarmstorfer Straße schmissen sie ein Dixie-Klo auf die Straße, Baustellenschilder wurden umgekippt und in der Lübschen Straße wollten sie auch noch einen roten Teppich mitgehen lassen – wohl als Trophäe ihres nächtlichen Treibens. „Den Teppich habe ich vor meinem Tanzstudio liegen, den haben die Täter eingerollt und davongeschleppt“, erzählt Marco Kern. Doch weit kamen sie nicht. Für das durch den Regen triefendnasse Objekt ihrer Begierde waren die Halbstarken wohl doch nicht stark genug: Nach nur wenigen Metern hatten sie sich des Teils schon wieder entledigt.

Was nun folgt, könnte die Täter teuer zu stehen kommen. Sachbeschädigung ist alles andere als jugendlicher Leichtsinn oder ein Kavaliersdelikt. „So etwas kann mit einer Freiheits- oder aber Geldstrafe geahndet werden“, sagt Nancy Schönenberger. Bei einer gemeinschädlichen Sachbeschädigung – also bei einer Beschädigung von Gegenständen, die zur Verschönerung öffentlicher Wege, Plätze oder Anlagen dienen – kann die Freiheitsstrafe nach Aussage der Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar sogar bis zu drei Jahren betragen.
 

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