zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Oktober 2017 | 02:27 Uhr

Gadebusch : Urgesteine gehen, ein Neuer kommt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Luise Krüger und Michael Drechsler aus Kreistag verabschiedet / Martin Kopp wird Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2017 | 22:28 Uhr

Eigentlich sollte der Januar-Kreistag im Zeichen der Verabschiedung des ersten Doppelhaushalts stehen. Thematisch betrachtet, war dem sicher auch so. Doch in Erinnerung bleiben wird er sicher wegen gleich mehrerer Personalien. Mit Luise Krüger und Michael Drechsler wurde zwei Kreistagsmitglieder der wirklich allerersten Stunde verabschiedet. Und mit Martin Kopp wurde der erste Geschäftsführer der neuformierten Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg GmbH gewählt.

Seit mehr als 26 Jahren hatte die Gadebuscherin Luise Krüger – anfangs für die PDS und danach für die Nachfolgepartei Die Linke – die Kommunalpolitik in Nordwestmecklenburg mitbeeinflusst. „Sachkundig, konstruktiv und kritisch“, befand Kreistagspräsident Klaus Becker. Aus Altersgründen hatte die heute 79-Jährige im Dezember 2016 ihr Mandat zurückgegeben und verabschiedete sich nun von der Kreispolitik mit den Worten: „Ich bin zwar schon alt, aber mein Kopf ist noch klar.“

Mit Michael Drechsler, den Klaus Becker als „Herr der Zahlen“ bezeichnete – verließ ein weiteres Urgestein auf eigenen Wunsch die kommunalpolitische Bühne. Der Rehnaer war zuletzt als sachkundiger Einwohner im Finanzausschuss tätig. Michael Drechsler unter Tränen: „Ich habe keine Sekunde bereut.“

Während diese beiden Personalien bekannt waren, wurde endlich das Geheimnis um den künftigen Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg GmbH gelüftet. Im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung stellte sich der letzte verbliebene von mehr als 30 Bewerbern den Kreistagsmitgliedern vor, nach wenigen Minuten war die Angelegenheit dann auch schon vom Tisch, die Wahl für Martin Kopp über die Bühne. Einzelheiten über den neuen Mann, der die Wirtschaftsförderung im Nordwesten ankurbeln soll, wurden nicht bekanntgegeben. Im Gespräch mit der SVZ war dann aber doch noch einiges in Erfahrung zu bringen. „Wann ich anfangen werde, ist noch unklar. Derzeit bin ich ja noch Prokurist und Projektleiter für erneuerbare Energien bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH. Da muss noch ein Nachfolger für meine Stelle gefunden und von mir eingearbeitet werden“, dämpft der 36-Jährige Erwartungen auf einen schnellen Arbeitsbeginn im Nordwestkreis. Vorausgesetzt, er überstehe bei seinem neuen Arbeitgeber die sechsmonatige Probezeit, ist ein Umzug ins Mecklenburgische fest eingeplant. „Ich werde definitiv hierherziehen. Ich habe Familie in Schwerin und Umgebung, komme aus dem Nachbarkreis Ludwigslust-Parchim“.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen