Sturmschäden : Unwetter wütete im Nordwestkreis

In Dassow-Ausbau stürzte ein Baum auf dieses Haus.  Fotos: Feuerwehr
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In Dassow-Ausbau stürzte ein Baum auf dieses Haus. Fotos: Feuerwehr

Feuerwehren mussten zu dutzenden Einsätzen ausrücken. Baum stürzte auf ein Haus und Lkw-Trailer krachten auf die Seite

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24. Juni 2016, 21:00 Uhr

Ein schweres Unwetter hat Freitag zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen in Nordwestmecklenburg geführt. Allein die Feuerwehr Rehna musste zu sieben Einsätzen ausrücken und Sturmschäden beseitigen. „Wir haben zum Glück vermutlich nur den Ausläufer des Unwetters abbekommen“, sagte Wehrführer Henry Wanzenberg. Alarmiert wurden auch Feuerwehrleute aus Carlow, Königsfeld, Holdorf-Meetzen und Gadebusch.

Weitaus dramatischer ging es nördlich von Rehna zu. So verzeichnete die Feuerwehr Dassow mit Unterstützung aus Selmsdorf, Mallentin und Harkensee 25 Einsätze. „Das war grenzwertig. Und es wird Stunden dauern, bis alle Sturmschäden beseitigt sind“, sagte der Gemeindewehrführer Dassow, Daniel Selzer, gegenüber der SVZ.

Das Unwetter hatte im Gewerbegebiet Holmer Berg zwei leere Lkw-Trailer auf die Seite stürzen lassen. Und in Dassow-Ausbau fiel ein Baum auf das Dach eines Hauses. Menschen wurden nicht verletzt.

Besonders betroffen war die Bundesstraße 105 im Bereich Dassow, wo das Unwetter mit am stärksten wütete. Äste stürzten dort gleich reihenweise auf die Straße. Im Bereich Rehna kam der Fahrer eines Müllwagens mit dem Schrecken davon, als ein Ast die Frontscheibe seines Wagens zerstörte.

Von den Folgen des Unwetters betroffen waren am Nachmittag auch Einwohner der Orte Kaeselow, Reinhardtsdorf und Rosenow. Sie waren vorübergehend vom Stromnetz abgeschnitten, weil die Wemag AG einen Sturmschaden beheben musste. Zuvor war zwischen Rosenow und Lützow ein Baum in eine Freileitung des Mittelspannungsnetzes gefallen. Dabei wurde ein Gittermast beschädigt, sagte eine Sprecherin der Wemag.

Über den Notruf war Freitag seit ca. 3.20 Uhr eine Vielzahl von Meldungen über Verkehrsbehinderungen bei der Polizei eingegangen. „Der Straßenverkehr auf den Bundesstraßen B 105 und B 106 kam zeitweilig an mehreren Stellen zum Erliegen“, sagte Christian Eckermann vom Polizeipräsidium Rostock.

Das Unwetter machte auch Einsatzkräften im Bereich Boltenhagen mächtig zu schaffen. Seit 4 Uhr waren Feuerwehrleute ununterbrochen im Einsatz. „Bis zum Mittag lagen wir bei 50 Einsätzen – alles Sturmschäden“, sagte Boltenhagens Wehrführer Mathias Hacker. Unterstützt wurden die Helfer von der Küste von Kameraden aus Klütz, Grevesmühlen, Elmenhorst, Kalkhorst und Hohenkirchen.

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