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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. Oktober 2017 | 02:28 Uhr

Gadebusch : Unruhe um die letzte Ruhe

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Schweriner Bestatter kritisiert „Vetternwirtschaft“ / Amtschef und Gadebuscher Bestatter verweisen auf Besitzverhältnisse

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2015 | 06:30 Uhr

Der Schweriner Bestatter Michael Meyer kritisiert nach eigener Aussage „die Vetternwirtschaft“ in und um Gadebusch in Sachen Feierhallen. Seiner Meinung nach gebe es eine „Abschottung“.

Bestatter Meyer ärgert sich zum einen über die Gespräche zwischen der Gemeinde Mühlen Eichsen und dem Gadebuscher Bestatter Tino Kobold. Beide verhandeln derzeit über den Verkauf der gemeindeeigenen Trauerhalle (wir berichteten). Das Nicht nur das ärgert Meyer: Auch in Gadebusch gebe es eine vermeintliche Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kobold. So habe er versucht, für eine Beisetzung Anfang des Jahres die Trauerhalle in der Münzstadt zu mieten. Das sei ihm von Kobold untersagt worden. Zudem habe das Amt die Bemühungen, um eine Feier auf dem Friedhof ausgebremst. Es hätte Gespräche mit Amtschef Andreas Lausen gegeben. Am Ende hätte man sich dann darauf verständigt, Stühle auf den Friedhof zu stellen, damit sich ältere Besucher der Trauergemeinde setzen können.

Schwere Vorwürfe. Amtschef Andreas Lausen klärt auf: Ohne Genehmigung des Amtes darf nun mal keine Feier direkt auf dem Friedhof stattfinden. Eine solche Genehmigung könne sich aber jeder Bestatter holen. Und in puncto Trauerhalle: Sie ist nicht im Besitz der Stadt und war es auch nie. „1990 wurde sie vom VEB Stadtwirtschaft Hagenow verkauft und zwar an einen privaten Bestatter“, sagt Lausen. Daher könne die Stadt dem Besitzer nicht vorschreiben, an wen und wann er die Halle zu vermieten habe. Bestatter Meyer habe man zudem verschiedene Ausweichmöglichkeiten, beispielsweise die Feuerwehr und Gaststätten, empfohlen.

Tino Kobold gehört die Feierhalle in Gadebusch. Es habe Anfang des Jahres eine Anfrage von Meyer gegeben. Doch an diesem Tag habe er bereits eine Trauerfeier im Kalender stehen gehabt, sagt Kobold. Zudem sei die Zusammenarbeit mit Meyer nicht gut gelaufen. „Wir haben mehrfach Angebote hingeschickt, aber nie eine Antwort bekommen“, sagt Kobold.

 

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