„Dörfer zeigen Kunst“ in Kneese : Unikate vom Strick- und Häkelclub

Zeigten auf dem Arche-Hof Domäne Kneese Werke ihres Schaffens: Liane Kleinfeldt, Annelie Reich und Annegret Steuteknuel (v.l.n.r.) vom Strick- und Häkelclub des Kultur- und Sportvereins Kneese.
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Zeigten auf dem Arche-Hof Domäne Kneese Werke ihres Schaffens: Liane Kleinfeldt, Annelie Reich und Annegret Steuteknuel (v.l.n.r.) vom Strick- und Häkelclub des Kultur- und Sportvereins Kneese.

Mitglieder des Kultur- und Sportvereins Kneese präsentierten im Rahmen von „Dörfer zeigen Kunst“ Werke ihres Schaffens

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29. August 2016, 05:00 Uhr

Männer? Nein, die sucht man im Strick- und Häkelclub des Kultur- und Sportvereins Kneese vergeblich. „Wir treffen uns alle 14 Tage immer am Mittwoch. Und da wird im Fernsehen Fußball übertragen“, erklärt Annelie Reich. Und deshalb ist die Mittwochs- auch eine reine Damenrunde und wird es wohl auch bleiben. Motto: „Stricken, häkeln, basteln“. Am Wochenende zeigte der Club auf dem Arche-Hof Domäne Kneese im Rahmen der Ausstellung von „Dörfer zeigen Kunst“, was sie so drauf haben.

Und das ist so einiges. Gestricktes wie tolle Loop-Schals, Kissenhüllen, Socken, Kinderbekleidung oder Topflappen. Gehäkeltes vom Kinderspielzeug bis zur maßgefertigten Handyhülle. Und dann noch Gebasteltes wie selbstgefertigte Glückwunschkarten von Annelie Reich. „Davon habe ich bestimmt schon weit über 500 Stück gebastelt. Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen“, sagt die 63-Jährige. Dabei ist jede ihrer Karten ein kleines Kunstwerk, jede ein handgefertigtes Unikat. „Ich kenne sogar Leute, die sich die Karten einrahmen, weil sie so schön sind“, sagt Annegret Steuteknuel. Ganz gleich, wofür – Geburtstage, Hochzeiten, die bestandene Führerscheinprüfung – Bastelfee Reich findet immer eine Idee, den jeweiligen Anlass passend in Szene zu setzen. Dazu braucht die Kneeserin nicht viel. Farbiger oder gemusterter Karton, ein paar handelsübliche Sticker. Ihr Anspruch: Hinterher soll ja nichts aussehen, wie gekauft.

Maximal zwei Euro nimmt Annelie Reich pro Karte. Ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, wieviel Arbeit darin steckt. Das Geld geht für Materialkosten drauf, und was übrig bleibt, wandert in die Clubkasse der acht Damen im Alter zwischen 50 und 85 Jahren. Genau wie der Verkaufserlös des Wochenendes auf dem Arche Hof. „Mindestens einmal im Jahr gönnen wir uns von dem, was sich in unserer Kasse angesammelt hat, dann etwas“, sagt Liane Kleinfeldt. So nahmen die Clubmitglieder bereits zweimal am kulinarischen Stadtrundgang in Gadebusch teil, organisierten ein Abendessen im lauenburgischen Groß Zecher, einen Pizza- oder aber Salatabend.

Im Sommer ruhen übrigens die Strick- und Häkelnadeln. Denn mit dem Beginn der Schulferien gönnen sich auch die Mitglieder des Strick- und Häkelclubs eine schöpferische Pause, bevor es dann in wenigen Tagen wieder heißt: Mittwochabend stricken, häkeln, basteln. Aus dem eingangs erwähnten Grund natürlich ohne Männer, versteht sich.

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