Traditionstreffen in Gadebusch : Ungebrochen: Simsons auf Achse

Mehr als 540 Mopeds kamen trotz fehlenden Sonnenscheins zur Ausfahrt des 13. Simsontreffens des Gadebuscher Simson-Clubs.  Fotos: Maik Freitag
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Mehr als 540 Mopeds kamen trotz fehlenden Sonnenscheins zur Ausfahrt des 13. Simsontreffens des Gadebuscher Simson-Clubs. Fotos: Maik Freitag

540 Zweiräder der ehemaligen DDR-Marke bei Ausfahrt des 13. Simsontreffens unterwegs

svz.de von
08. Mai 2017, 20:45 Uhr

Simson ist Kult. Zum 13. Simsontreffen kamen mehr als 540 Zweiräder aus der gesamten Region. Immer noch finden die in der ehemaligen DDR gebauten Fahrzeuge jede Menge Liebhaber.

Ohrenbetäubender Lärm verbreitete sich bereits am frühen Vormittag in der Gadebuscher Innenstadt. Hunderte Mopeds und Motorräder der Traditions-Marken Simson und MZ knatterten durch den Ort, um sich auf die 13. Ausfahrt seit Bestehen des Simsonstreffens in der Radegaststadt zu machen. Wieder waren ungeheure Menge von Zweiradbesitzern gekommen, um ihre Mopeds vorzustellen und rund 45 Kilometer durch die Landkreise Nordwestmecklenburg und erstmals auch Ludwigslust/Parchim zu lenken.

„Wir haben Aufkleber mit Zahlen von 556 und mehr vergeben. Also auf der Ausfahrt nahmen mit Sicherheit mehr als 540 Zweiräder teil“, erklärte Ann-Christin Abraham, Mitorganisatorin des 13. Simsontreffens des Gadebuscher Simsonclubs.

Auch nach der Ausfahrt über Wakenstädt, Neuendorf, Stöllnitz, Söhring, Lützow und Pokrent war noch lange nicht Schluss. Denn auch auf dem Treffpunktgelände in der Alten Industriestraße in Gadebusch fanden sich hunderte Besucher ein, die entweder etwas fachsimpeln oder einfach nur staunen wollten.

Mit dabei war auch eine Simson-Interessengemeinschaft aus Wismar, Grevesmühlen und Schwerin. Tino Hoffmann, Christian Schultze, René Janeck und Ronny Kleinpeter kamen mit ihren MZ, S51 und einem Star, Baujahr 1970, nach Gadebusch, um die Show nicht zu verpassen. „Wir machen das vielleicht fünf Mal im Jahr und fahren zu solchen Treffen. Schließlich wollen wir unsere Mopeds zeigen“, erzählte Tino Hoffmann aus Wismar. Zusammen haben die vier Freunde zahlreiche Mopeds in ihren Garagen stehen. Irgendwann sollen auch die restauriert und gefahren werden.

Testen wollte auch der Roggendorfer Benjamin Strehle seine Schwalbe Baujahr 1985. Metallic-Rot lackierte Felgen, ein weißer Anstrich und auf Hochglanz poliert fuhr der 24-Jährige auf den Leistungsprüfstand und erwartete ein gutes Ergebnis. „Ich habe auf elf PS gehofft, leider sind es nur 8,4 geworden“, erklärte er. Die Kupplung spiele nicht mehr mit, sagte der Roggendorfer.

Wer viel Leistung sehen wollte, konnte sich Beschleunigungsrennen anschauen. „Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Vor allem hat das Wetter mitgespielt. Danke an alle Helfer“, sagte Chef-Organisator Jörg Abraham.

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