Rehna/Bülow : Unbekannte betteln an der Haustür

<p>Dieser Mann wurde im Herbst vergangenen Jahres in Rehna beobachtet. Er ging mit einem Zettel von Haustür zu Haustür  und  erwartete Geld für Fahrkarten bzw. Haussanierungen.</p>
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Dieser Mann wurde im Herbst vergangenen Jahres in Rehna beobachtet. Er ging mit einem Zettel von Haustür zu Haustür  und  erwartete Geld für Fahrkarten bzw. Haussanierungen.

Bülower sind besorgt und haben Angst vor Einbrüchen. Männergruppe fragt auch in Rehna nach Spenden

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10. März 2016, 21:00 Uhr

Hauseinbrüche im Herbst in Carlow, Bettler an den Haustüren in Bülow und Holdorf, Menschen, die mit gebrochenem Deutsch an Rehnaer Wohnungstüren um Unterstützung bitten und trotz Ablehnung aufs Neue die Haustürklingel betätigen - Ereignisse wie diese sorgen jetzt erneut für Aufregung. Die Bürger und die Polizei sind gleichermaßen alarmiert.

Am Mittwoch bewegt sich gegen 16 Uhr eine Gruppe von Männern durch die Bülower Schulstraße. Nach SVZ-Recherchen klingeln sie an den Haustüren und zeigen Bilder einer Großfamilie. Der Bülower Dirk Nietzold: „Sie klingelten meinen Sohn heraus, drückten ihm ein Bild mit Text in die Hand. Dann warf sich einer auf die Knie und fing an zu fluchen.“ Was sie wollten, sei schwer zu deuten. „War es jetzt betteln, war es ein Test oder gar Ablenkung“, fragt sich Nietzold. Sein Sohn Jakob reagiert nicht auf die vermeintlichen Forderungen. Fest steht für die Bülower, dass es sich um Ausländer mit wenig bis keinerlei Deutschkenntnissen handelt. Nietzold berichtet im Fall Bülow von großen Sprachbarrieren. Daraufhin sei seinem Sohn das Bild wieder aus der Hand gerissen worden. Die Gruppe sei zum nächsten Haus weitergegangen, erzählt der Bülower.

Wie und was sich im Detail im Ort abgespielt hat, kann die Polizei nicht sagen. Eine Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar bestätigte aber die Meldung der Vorfälle: „Eine Gruppe von drei Männern soll in Bülow und Holdorf bettelnd von Haus zu Haus gegangen sein. Eine Überprüfung vor Ort verlief negativ. Wir konnten niemanden antreffen.“ Die Kripo ermittle. Die Polizei hoffe auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Dirk Nietzold ist besorgt: „Wir alle wissen, das in den letzten Monaten, speziell im Amtsbereich Rehna, Hunde vergiftet und Häuser markiert bzw. gekennzeichnet wurden.“ (SVZ berichtete) Nun sei so etwas vor der eigenen Haustür passiert. So habe man nach dem Besuch der Gruppe am Haus der Nachbarin einen weißen Pfeil in Richtung Kellerschacht entdeckt.

Von ähnlichen Beobachtungen spricht die Rehnaerin Rita Völzer. Sie hatte mehrfach Besuch: „Im Herbst waren Männer mit einem Zettel bei mir und wollten eine Spende. Ich sagte nur, dass ich bereits woanders gespendet habe. Trotz ablehnender Haltung klingelten sie weitere dreimal an meiner Tür.“ Vor zehn Tagen gab es erneut Besuch im Forstweg. „Es waren erwachsene Männer. Einer von ihnen war etwas kleiner. Eine Verständigung war nicht möglich. Sie sprachen schlecht bis gar kein deutsch.“ Wenig später habe sie die Männer am Markt gesehen. „Während der kleine Mann klingelte, stand der größere abseits“, so die Rehnaerin.  

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