Gadebusch : Umweltschutz vor der Haustür

Vor der Fertigstellung montieren die Kursteilnehmer die restlichen Tafeln.  Fotos: peter täufel
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Vor der Fertigstellung montieren die Kursteilnehmer die restlichen Tafeln. Fotos: peter täufel

Schüler weihten 80 Hinweisschilder zu Pflanzen und Tieren ein

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24. Mai 2017, 04:45 Uhr

Die Arbeit aus zwei Jahren Wahlpflichtunterricht am Gymnasium bekam gestern offiziell ein Gesicht: 80 Hinweisschilder zu den auf dem Schulgelände lebenden Pflanzen und Tieren wurden zur allgemeinen Nutzung an die Bildungseinrichtung übergeben. „Mehr als 40 Schüler haben sich über zwei Jahre mit der Bestimmung der Pflanzen und Tiere, dem Zusammentragen der Informationen und dem Gestalten der Informationstafeln beschäftigt“, berichtet Christian Neumann, Lehrer für Biologie und Chemie. Er hat das Projekt als Wahlpflichtfach für die zehnte Klassenstufe entwickelt. „Ziel des Projektes ist die Erhaltung und der Schutz der verschiedenen Ökosysteme auf dem Schulhof. Die beiden Teiche, die durch Regenwasser gespeist werden und die Hecke sind hier zwei Schwerpunkte. Man kann eben nur das schützen, was man kennt und auch versteht“, so der Pädagoge.

Diese Info-Tafeln können nun in der siebenten Klassenstufe im Biologieunterricht in der Unterrichtseinheit Pflanzen/Samenpflanzen und in den neunten Klassen in Ökologie beim Thema Anpassung der Pflanzen an abiotische Umweltfaktoren als Unterrichtsmaterialien genutzt werden. Es ist nun auch möglich, den Biologieunterricht praxisnaher zu gestalten, in dem der Unterricht außerhalb des Fachraums abgehalten wird. „Aber auch alle anderen Schüler können durch die Schilder die verschiedenen Organismen einfacher erkennen und entwickeln ein Bewusstsein für die hohe Biodiversität auf dem Schulgelände“, erklärt Christian Neumann.

Auf den Tafeln sind interessante Fakten vermerkt, wie zum Beispiel die Bedeutung einer Pflanze als Bienenweide, Nutzpflanze oder deren Früchte als wichtige Nahrungsquelle für Singvögel im Winter. Das so erworbene Wissen könne helfen, heimische Pflanzen und deren Schutz wieder ins Bewusstsein zu rücken, meint der Biologielehrer. Gerade diese Fähigkeit des Umweltschutzes vor der Haustür im Bereich der Flora sei seit Jahren rückläufig.

Für die Teilnehmer des Kurses war es eine lohnende Sache. „Ich habe dadurch doch einiges Neues kennengelernt, was ich sonst so wohl nicht erfahren hätte“, sagt Carolin Pauls. Und Florian Ohle fügt hinzu: „Es ist schön, dass jetzt auch die anderen Schüler von unserer Arbeit profitieren.“

Neumann weist darauf hin, dass die Umsetzung dieses Projektes nur mit der finanziellen Unterstützung durch den Schulförderverein möglich war und ihnen auch der Kunstbereich hilfreich zur Seite stand: Die Schüler hätten viele Ideen für das Logo gestaltet, sortiert und ausgewählt, so Christian Neumann. Für das kommende Jahr sollen weitere Lehr- und Schautafeln für den Außenbereich gestaltet werden, auf denen zum Beispiel Stoffkreisläufe oder die Photosynthese erklärt und bildlich dargestellt sind.

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