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Mädchentreff Gadebusch : Umsonst trainiert – traurige Mädchen zum Gadebuscher Münzfest

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

von
erstellt am 01.Jul.2016 | 04:45 Uhr

Wenn heute um 18 Uhr in Gadebusch das Münzfest beginnt, werden viele Mädchen mit etwas Wehmut auf das dreitägige Spektakel schauen. Denn sie wollten eigentlich auf die Bühne und ihre zum Teil neu einstudierten Tänze präsentieren. Doch daraus wird wohl nichts. Denn die Leiterin des Mädchentreffs, Jutta Ahrendt, musste den Auftritt von gleich fünf Tanzgruppen absagen, weil eine telefonische Auftrittszusage des Veranstalters gefehlt habe.

Mehr als eine Woche lang habe Ahrendt vergeblich auf diese Zusage samt konkreter Auftrittszeit gewartet. „Jetzt sind die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern natürlich sauer. Denn für die Tanzgruppen wäre der Auftritt ein sehr schöner Abschluss vor den Ferien gewesen“, sagt Jutta Ahrendt. Zumal der Mädchentreff auch nachweislich auf Werbeplakaten für das Münzfest namentlich aufgeführt wird (siehe Foto).

Der Veranstalter des Münzfestes, Matthias Maack, bestätigte gestern auf SVZ-Anfrage, dass der Mädchentreff zwar angefragt worden sei. Warum daraus keine feste Zusage wurde, dazu äußerte sich Maack nicht. Stattdessen riet er, das Thema „nicht aufzubauschen“. Und er verweist darauf, dass das Gadebuscher Freizeithaus mit seiner Carrera-Bahn vor Ort sein werde.

In den vergangenen Jahren standen Tanzgruppen des Mädchentreffs immer wieder während des Münzfestes auf der Bühne. Nun sind sie bei ihrem diesjährigen „Heimspiel“ wohl zum Zuschauen verdammt. Im Rampenlicht stehen stattdessen Musiker und Künstler aus anderen Orten, wie zum Beispiel Rehna. Dazu meint Jutta Ahrendt vom Mädchentreff: „Wenn man zu solch einem großen Stadtfest nicht die eigenen Potentiale nutzt, sollte man das Münzfest vielleicht ganz nach Rehna verlegen.“

Vielleicht gibt es aber doch noch die Möglichkeit, dass die Mädchen das mit viel Herzblut einstudierte Programm in ihrer Heimatstadt Gadebusch präsentieren können.

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