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B 104 bei Gadebusch : Umgehungsstraße wird zum Nadelöhr

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ab 24. Juli beginnen die Baumaßnahmen auf der B 104. Neue Ampeln am Abzweig Ratzeburg und Wismar.

von
erstellt am 13.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Die Sommerferien stehen vor der Tür und Gadebusch wird mit seiner Umgehungsstraße zur Großbaustelle. „Wir müssen mit erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr in der Ferienzeit rechnen“, sagt Rommy Elßner, Leiterin des Gadebuscher Bauamtes.

Ab dem 24. Juli wird die B 104 teils gesperrt. Daraus ergibt sich ein stärkeres Verkehrsaufkommen in der Gadebuscher Innenstadt. Grund: Das Straßenbauamt Schwerin setzt die Bestandserneuerung der Umgehungsstraße fort. Bauzeit: 16 Wochen.

Die Bauabschnitte (BA)  Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Die Bauabschnitte (BA) Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Erneuert wird der Abschnitt von der Brücke Wakenstädter Weg bis zur Abfahrt B 208 in Richtung Wismar. Insgesamt drei Bauabschnitte sind geplant. Das Projekt beinhaltet den Aufbau zwei neuer Ampelanlagen. Diese entstehen an der Kreuzung B104/ B208 Abfahrt Ratzeburg und an der Kreuzung B208/ B104/Abfahrt Wismar. Grundlage für das Ampelprojekt ist unter anderem der Bericht der Unfallkommission des Landkreises. Gadebusch gilt als ein Unfallschwerpunkt. Darüber hinaus sprach sich das Landesamt Verkehr in Rostock für die Errichtung von Signalanlagen aus. Laut Bericht von Landrätin Kerstin Weiss, wurde trotz Geschwindigkeitsreduzierungen kein Rückgang von Unfallzahlen auf der Umgehungsstraße erreicht.

Vier Ampelanlagen werden somit in Zukunft den Verkehrsflusses rund um Gadebusch regeln. Glücklich darüber sind nicht alle Gadebuscher. Stadtvertreter Günter Blankenberg (Gadebuscher Bürgergemeinschaft): „Wir als Stadt haben kein Mitspracherecht.“ Er spricht sich für die Errichtung von Kreisverkehren aus. Zumindest an der Abfahrt B 104/ Ratzeburg wäre dies eine sinnvolle Regelung auch unter den Gesichtspunkten der Verkehrssicherheit gewesen. Dies scheint beim Straßenbaumt Schwerin nicht gewollt, meint Blankenberg und fügt hinzu: „Es ist schon bezeichnend, wenn hinter Ludwigslust sich 23 Kreisverkehre befinden und der Straßenverkehr reibungslos läuft.“ Bei Ampelinstallationen laufe man in Gadebusch zudem Gefahr, dass bei niedrigen Sonnenständen die Signale schlecht bis gar nicht erkennbar seien. Leider würden derartige Aspekte bei den Entscheidungsträgern nicht umfänglich berücksichtigt, meint Blankenberg.

Gerold Hubert, zuständiger Planer beim Straßenbauamt Schwerin macht deutlich: „Es handelt sich um eine bestandsbezogene Erneuerung der Ortsumgehung. Das schließt den Bau von Kreisverkehren aus.“ Darüber hinaus sehe das technische Regelwerk den Bau eines Kreisverkehrs an Straßen mit hoher Verbindungsfunktion nicht vor. „Die Ortsumgehung mit der B 104 gehört dazu“, so Hubert.

Priorität hat die Grunderneuerung der Ortsumgehung Gadebusch. „Der Straßenabschnitt weist Querrisse auf. Diese resultieren aus der Verwendung einer hydraulischen Tragschicht. Sie wird gegen eine Schottertragschicht getauscht und anschließend erfolgt die Asphaltierung“, so Hubert. Der Startschuss fällt an der Brücke nach Krembz. Das beinhaltet auch die Sperrung der Zufahrten Wakenstädter Weg und der Abfahrt in Richtung Ratzeburg. Wechselseitig erfolgt dort die Straßensanierung. Während der ersten Phase wird die B 104 einspurig und der Verkehr mit Bauampeln geregelt. In Phase zwei des ersten Baubschnittes führt der Verkehr über schmale Fahrspuren an der Baustelle vorbei.

Der zweite Bauabschnitt beinhaltet die Sperrung des Abschnittes Jarmstorfer Straße zur Ortsumgehung (Bereich Rehnaer Straße) und die Erneuerung des Abschnittes B 104 Abfahrt Möllin bis hinter die Abfahrt B 208 Wismar. Der dritte Abschnitt beinhaltet das Mittelstück bis zur Brücke/Abfahrt Ratzeburg.

 

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