zur Navigation springen

Regionalschule Lützow : Übung: Elektrounfall im Computerkabinett

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das DRK zeigte Schülern Hilfsmöglichkeiten auf

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Im Computerkabinett der Regionalschule liegen Schüler am Boden – bewusstlos, mit Brandwunden oder in epileptischem Zustand. Es sind die Schüler der achten Klassenstufe, die im Rahmen eines Projekttages die Opfer eines Elektrounfalls mimen. Perfekt geschminkt und instruiert über die Art ihrer Verletzungen, wie sie nach einem Stromschlag in unterschiedlicher Ausprägung auftreten können. „Wir möchten den Schülern zeigen, welche Unfälle passieren können und wie sie dann reagieren müssen“, erklärt Pascal Blodau.

Der 19-jährige Zerspanungstechniker ist hier selbst mal zur Schule gegangen und engagiert sich ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz. Zusammen mit dem Kreisverband Nordwestmecklenburg hat er an der Halben Ganztagsschule einen Schulsanitätsdienst aufgebaut, dem derzeit acht Schüler der achten, neunten und zehnten Klasse angehören. „Gleichzeitig bieten wir die Erste Hilfe-Ausbildung für die fünften und sechsten Klassen als Angebot der Ganztagsschule an“, erklärt der ausgebildete Ersthelfer.

Einmal pro Woche, jeden Donnerstagnachmittag findet die Ausbildung statt. Ihm zur Seite steht dabei noch die Ehrenamtskoordinatorin des DRK-Kreisverbandes, Karina Herzog. Doch Blodau will demnächst hauptberuflich zum DRK wechseln und sich zum Rettungssanitäter ausbilden lassen.

Die Ersthelfer an diesem Tag sind die Schüler der Klassenstufe neun. Sie wurden zuvor von Pascal Blödau unterwiesen, womit sie bei dieser Einsatzübung zu rechnen haben und wie sie auf welche Sachlage reagieren sollten. Mit Trage, Erste Hilfe-Koffer und mobilem Defibrillator machen sie sich auf den Weg ins Computerkabinett. Dort heißt es dann zuerst die Lage sondieren, die Verunglückten je nach dem Schweregrad ihrer Verletzungen der Reihe nach erstversorgen und danach zu einem zentralen Sammelpunkt transportieren. Dabei müssen die Schüler konsequent das bisher erworbene Wissen zielgerichtet einsetzen.

Während dieser Aktion kommt auch der mobile Defibrillator zum Einsatz, den das DRK zur Verfügung gestellt hat. An einem Modell, einer so genannten Gummipuppe, trainieren unter anderen Jenny Thiel und Jonas Martin die Handhabung des Geräts. „Ziel ist es, so einen Defibrillator für die Schule anzuschaffen. Aber dafür braucht es Sponsoren“, verrät Blodau. Immerhin koste so ein Apparat 1800 Euro, meint der Ehrenamtler. Aber wichtig sei so etwas für die Bildungseinrichtung.

Diese Erste Hilfe-Projekttage an den Schulen werden von der Björn-Steiger-Stiftung gefördert, die dafür auch kostenlos Übungspuppen zur Verfügung stellt. Die Lützower Regionalschule nimmt nicht zum ersten Mal daran teil. Bereits im vergangenen Jahr wurde so ein Projekttag veranstaltet. Damals war ein Verkehrsunfall das Szenario.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen