zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Oktober 2017 | 22:37 Uhr

Jugendclub Rehna : Türen immer noch geschlossen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Seit fast einem Jahr sucht das Jugendhilfezentrum Rehna nach einem Sozialpädagogen für den Jugendclub

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 00:00 Uhr

Kinderlachen hallt schon lange nicht mehr durch das Gebäude. Seit fast einem Jahr sucht das Jugendhilfezentrum Käthe Kollwitz jetzt einen Sozialpädagogen für seinen Jugendclub. „Die Ausschreibungen waren bisher ohne Erfolg“, erzählt Holger Glatz. Daher ist der Jugendclub auch weiterhin geschlossen. Gesucht wird nach Aussage des Leiters des Jugendhilfezentrums Käthe Kollwitz Rehna ein staatlich anerkannter Sozialpädagoge. „Ansonsten fallen wir aus dem Förderrahmen des Jugendamtes“, erläutert Glatz. Dieses übernimmt 75 Prozent der Personalkosten für den Jugendclub.

„Eine Förderung dieser Jugendeinrichtung kann nur im Zusammenhang mit der Erfüllung der notwendigen Voraussetzungen erfolgen“, erläutert Monika Mahlke vom Landkreis Nordwestmecklenburg. Dazu zähle das Fachkräftegebot des Europäischen Sozialfonds, so Mahlke weiter. Darüber hinaus sei es notwendig langfristige Lösungen zu finden.

Dies sieht auch Glatz so. „Nachhaltigkeit ist wichtig. Wir suchen jemanden, der flexibel ist, gute Ideen und ein Herz für Kinder und Jugendliche hat“, so Glatz. Er räumt jedoch auch ein, dass es trotz angemessener Bezahlung keine attraktive Stelle ist. „Die Arbeitszeiten sind nachmittags und abends“, so Glatz. Außerdem sei es mit 23 Stunden Arbeitszeit nur eine Halbtagsstelle. „Da verdient man nicht so viel, dass man davon leben könnte“, sagt Glatz. Die vorherigen Sozialpädagogen hatten daher noch eine weitere halbe Stelle im Jugendhilfezentrum. Doch derzeit seien hier alle Plätze besetzt, so Glatz. Dies mache die Suche nach einem geeigneten Kandidaten nicht einfacher. „Schon seit zwei bis drei Jahren herrscht in der Jugendarbeit ein Fachkräftemangel“, sagt Glatz. Dennoch will er weiter nach passenden Kandidaten suchen.

Auch Hans-Jochen Oldenburg erklärt, dass die Stadt den Jugendclub in jedem Fall wieder in die Gänge bekommen wolle. „Wir würden auch jemanden nehmen, wenn wir keine Förderung bekommen“, so Rehnas Bürgermeister. Schließlich habe die Stadt einen Haufen Geld investiert, unter anderem in Fußboden, Fenster und die Ausstattung, so Oldenburg. „Wir wollen mit dem Club etliche Jugendliche von der Straße holen“, sagt der Bürgermeister. Daher suchen derzeit die Stadt und das Jugendhilfezentrum nach anderen Lösungen für den Jugendclub. Wann jedoch wieder Leben einkehrt ist noch unklar. „Frühestens nach den Sommerferien“, betont Glatz.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen