Gadebusch : TSG unterstützt Afrika-Projekt

Rolf Lemcke (li.) und Arne Dankert (re.) übergeben symbolisch ein Trikot des MSV Pampow an Angelika Schermesser vom Projekt „Nebenan in Afrika“ und Jeanette Prieß. Fotos: Manila Klafack
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Rolf Lemcke (li.) und Arne Dankert (re.) übergeben symbolisch ein Trikot des MSV Pampow an Angelika Schermesser vom Projekt „Nebenan in Afrika“ und Jeanette Prieß. Fotos: Manila Klafack

Sportler überreichen Trikots und Sportschuhe für Kinder

Fußball verbindet und darauf setzt auch die TSG Gadebusch. Der Verein spendet Trikots für afrikanische Kinder, für die ein Traum in Erfüllung geht. Ganz spontan sagte Rolf Lemcke, Vereinsvorsitzender der TSG Gadebusch, zu, Fußballtrikots an afrikanische Kinder zu spenden.

Eine Idee, die Jeanette Prieß mit anschob. Sie hatte von der Aktion „Nebenan in Afrika“ unter dem Dach des AWO Kreisverbandes Schwerin-Parchim e.V. erfahren und dachte sofort daran, mit diesen Trikots den fußballverrückten Kindern auf dem schwarzen Kontinent eine riesige Freude machen zu können. Der Spendenidee schlossen sich prompt die Vereine Rehnaer SV, SG Roggendorf und MSV Pampow an.

Somit konnte Angelika Schermesser, als Vertreterin der Initiative, Trikotsets, Fußbälle und schon einige Turnschuhe der Vereine entgegennehmen. „Da werden die Kinder aber Augen machen. Ich freue mich schon jetzt auf ihre strahlenden Gesichter“, zeigt sich Angelika Schermesser sichtlich bewegt. Rolf Lemcke beteiligt sich gern weiter mit Sachspenden. „Viele Turnschuhe, die die Kinder tragen, könnten gespendet werden. Das nehmen wir als Nächstes in Angriff“, so der TSG-Chef.

Seit 2009 fährt Angelika Schermesser regelmäßig nach Gambia. Nicht nur, dass sie dort ihr Patenkind besucht, ein kleines Mädchen, das mittlerweile in die zweite Klasse geht. Vielmehr engagiert sie sich aktiv für den Bau einer Kindertagesstätte. „Nur in der Vorschule lernen die Kinder Englisch. Wenn sie die Sprache nicht lernen, können sie nicht in die Schule gehen, und wenn sie nicht in die Schule gehen können, haben sie keine andere Perspektive als genauso in bitterer Armut zu leben wie ihre Eltern“, erzählt Angelika Schermesser.

Es ist offensichtlich, dass es jedes Mal ein Kulturschock für sie ist, von der westlichen Überflussgesellschaft in ein Land zu kommen, in dem für 50 Euro jährlich einem Kind ein Jahr lang eine Schulausbildung bezahlt werden kann. „Wir können uns kaum vorstellen, unter welchen Bedingungen die Familien dort leben. Dennoch teilen sie gern noch das Wenige, das sie haben“, berichtet sie.

Voraussichtlich im April geht’s wieder nach Afrika und bis dahin sammeln sie noch Geld- und Sachspenden. Da alle ehrenamtlich arbeiten, übernehmen sie die Reisekosten selbst. Damit geht das gespendete Geld komplett an die Familien oder an die Einrichtungen, Lehrer oder Erzieher. „Auf dem Weihnachtsmarkt in Gadebusch werden wir „Nebenan in Afrika“ vorstellen und hoffen, noch viele von einer Patenschaft zu überzeugen“, so Angelika Schermesser.

Begonnen hatte die Initiative vor ein paar Jahren mit einem Afrikabesuch des Ehepaares Anett und Ulrich Kropp. Sie erkundeten das Land und lernten die Armut und gleichzeitig die Gastfreundschaft der Menschen dort kennen und übernahmen die Patenschaft für den damals 18-jährigen Ebrima. Als sie zum zweiten Mal dorthin reisten, nahmen sie bereits Dinge mit, die den Menschen dort im Alltag halfen. Schnell haben sie danach in Deutschland Freunde und Bekannte gefunden, die sich ebenfalls für das Engagement begeistern konnten. Die Initiative hat mittlerweile 60 Patenkinder in den Ländern Gambia und Togo vermittelt.






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